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Großes Verkehrsaufkommen herrscht an der Abzweigung zum Skistadion.

Pläne des Straßenbauamts Weilheim sorgen für Ärger

Mittenwalder Straße: Kehrt die ungeliebte Ampel zurück? 

Garmisch-Partenkirchen - Früher hat sie für Verkehrschaos gesorgt, jetzt kehrt sie vielleicht wieder zurück: eine Ampel an der Abzweigung zum Skistadion in Garmisch-Partenkirchen. Doch das Straßenbauamt Weilheim versichert: Dieses Mal wird alles besser. 

Es war reiner Zufall, dass sie es erfahren hat. Agathe Albrecht sah sie, diese Männer, die an der Mittenwalder Straße etwas vermaßen. Also spazierte sie hin, fragte nach, was sie da tun. Die Garmisch-Partenkirchnerin bekam die Antwort, die sie lieber nicht erfahren hätte: Das Staatliche Straßenbauamt Weilheim erwägt, an der Abzweigung zum Skistadion eine Ampelanlage zu installieren.

„Wir wollen die nicht“, sagt die Anwohnerin. „Das kann nicht funktionieren.“ Sie erinnert sich nur ungern an frühere Zeiten, als eine solche bereits den Verkehr regelte – oder auch nicht. „Damals kam es zu massiven Stauungen“, räumt Dr. Hermann Streicher vom Staatlichen Straßenbauamt Weilheim ein. Verschuldet durch Probleme mit der Steuerung. Die Folge: Die Lichtzeichenanlage wurde wieder entfernt.

„Beim Stand der Technik hat sich viel getan“

Der zweite Anlauf soll nicht im Chaos enden. „Beim Stand der Technik hat sich viel getan“, betont Streicher. Kein Vergleich zu dem von vor ein paar Jahren. Inzwischen verfügen Ampeln zum Beispiel über Kameras, die die Zahl der Autos erfassen, die auf grünes Licht warten. „Die Schaltzeiten passen sich dann an und sind nicht starr“, erklärt der Abteilungsleiter.

Dass sich an der Situation an der Abzweigung etwas ändern muss, daran lässt er keinen Zweifel. Das Straßenbauamt überprüfte sämtliche Ampeln in Garmisch-Partenkirchen. Der Knotenpunkt blieb nicht aus. Das Ergebnis war ernüchternd. Von der Wildenauer auf die Mittenwalder Straße zu gelangen – schwierig. „Die Wartezeiten sind extrem“, betont Streicher. „Man kommt eigentlich nur vom Skistadion raus, wenn einer einen reinlässt.“ Note: unbefriedigend.

Von Ampel würden laut Streicher auch Fußgänger profitieren

Mittlerweile wurde vom Straßenbauamt ein Büro beauftragt, eine neue Planung zu konzipieren. Erste Entwürfe existieren bereits, die darauf hindeuten, dass die Problematik mit einer Ampel gelöst wird. Die Kreuzung – gegenüber führt der Weg zum Dorint Sporthotel Garmisch-Partenkirchen – soll Streicher zufolge in alle Richtungen vollsignalisiert sein. Seiner Meinung nach würden davon nicht nur Autofahrer profitieren, „das wäre auch eine Verbesserung für Fußgänger und Radfahrer“. Wann die Behörde das Vorhaben genau umsetzt, das kann Streicher noch nicht genau sagen. Planung, Ausschreibung – „vielleicht im nächsten Jahr“. Eventuell kommt die Anlage erst in zwei Jahren.

Das macht’s für Agathe Albrecht nicht besser. Es gibt noch etwas, was ihr missfällt: Seit zwei Jahren fordert die Einheimische von der Gemeinde, ein Geschwindigkeitsmessgerät aufzustellen. So eins mit Smiley. Mehrmals hat sie das Ordnungsamt angeschrieben, „nix ist passiert“, klagt sie. „Die rasen mit 150 Stundenkilometern rein.“ Gerade nachts quält sie das Reifengequietsche. Deshalb lässt sie nun einen Schallschutzzaun bauen.

Gemeinde hat Messinstrument auf der Agenda

Was das Smiley-Gerät betrifft, muss sich Albrecht noch ein wenig gedulden. Auf der Agenda hat die Gemeinde den Wunsch durchaus, sagt Sprecher Florian Nöbauer auf Tagblatt-Nachfrage. „Hinsichtlich der Messgeräte ist kurz- bis mittelfristig – sobald dieses verfügbar ist – eine Aufstellung in Absprache mit dem Landratsamt vorgesehen.“

Das eine, die Ampel, schließt das andere, das Messinstrument, nicht aus, macht Streicher deutlich. Er hält es sogar für eine gute Sache, eines in diesem Bereich für eine gewisse Zeit anzubringen. Gemeinden treffen mit dem Straßenbauamt Absprachen, ob die ins Auge gefassten Standorte denn passen, erläutert er die Vorgehensweise. Von den Geräten an sich ist der Abteilungsleiter angetan, wegen der guten Erfahrungen. „Bei einem Großteil der Fahrer bewirken sie was.“ Bei Albrecht vielleicht ruhigere Nächte.

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