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Atemberaubender Ausblick: Rund 3000 Fans besuchen heuer das Wankfestival. Bands wie „Lenze und de Buam“ bringen die Stimmung zum überkochen.

Schmissige Musik und heiße Temperaturen

Wankfestival: Abtanzen auf 1780 Metern

Garmisch-Partenkirchen - Das Wankfestival rief heuer rund 3000 Besucher auf den Berg. Schmissige Live-Musik von bekannten Vertretern des Heimatsounds und heiße Temperaturen heizten den Gästen so richtig ein. Und das alles reibungslos: Ein Platzkartensystem für die Talfahrt verhinderte Warteschlangen an der Bahn.

Die Bedingungen hätten nicht besser sein können. Die dritte Auflage des Bergfestivals auf dem Wank fand am Samstag bei traumhaftem Sommer-Wetter, heißen Temperaturen und ausgelassener Stimmung statt. Ob in hiesiger Tracht, im luftigen Festival-Outfit oder in funktioneller Wander-Kluft: Die Besucher kamen in Scharen auf den Berg. Rund 2700 Gäste wurden seitens der Bayerischen Zugspitzbahn (BZB) registriert. Viele weitere traten den Weg zu Fuß an. Sie alle wollten in den Genuss kommen, die Bands „Lenze und de Buam“, „Dicht & Ergreifend“, „HMBC“ und „The Heimatdamisch“ vor eindrucksvollem Bergpanorama live zu erleben. Der Ausflug hinauf hat sich mehr als gelohnt. Das Bergfestival war ein voller Erfolg. Und lief unfallfrei ab: Bergwacht und Rettungsdienst kamen nicht zum Einsatz.

Mit ihren Auftritten heizten die vier Vertreter des bayerischen Heimatsounds den Fans auf dem Wank so richtig ein. Das Landshuter Hip-Hop-Duo „Dicht & Ergreifend“ machte mit wilden Beats und schmissigen Hits wie „Meier & Wimmer“ und „Legalize Leberkaas“ mächtig Stimmung. Das schafften auch die Chiemgauer Musiker von „Lenze und de Buam“ mit Songs wie „Franze“ und „Bierzelt“.. Festival-Gäste tanzten vor der Bühne wild und ekstatisch. Andere machten es sich mit Liegestühlen und Picknickdecken auf den Wiesen bequem und genossen den atemberaubenden Ausblick.

Die Vorarlberger Künstler von „HMBC“ schlugen gegen Abend hin ruhigere Töne an. Mit großartigem Können spielten sie vorwiegend bayerische Instrumentalstücke. Natürlich kam auch ihr bekannter Gassenhauer „Von Mello bis ge Schoppornou“ zum Einsatz, bei dem das Publikum begeistert mitsang.

Angesichts der Temperaturen über der 30-Grad-Grenze verzichteten viele Besucher auf den Fußweg und fuhren mit der Wankbahn zur Sonnenalm. Moderator Marco Wanke und die Künstler auf der Bühne forderten diejenigen, die mit der Gondel gekommen waren, dazu auf, ihren Arm zu heben. Die vielen Handzeichen sprachen eine deutliche Sprache.

Von Chaos an der Bergstation konnte jedoch keine Rede sein. Aus den Fehlern des vergangenen Jahres hatten die Veranstalter gelernt. „Alles hat gut funktioniert“, betont Verena Lothes von der BZB. Da sich die Besucher die Uhrzeit für ihre Talfahrt aussuchen konnten, gab es ihr zufolge am Abend auch keine langen Warteschlangen wie vergangenes Jahr. „Alle Besucher kamen pünktlich unten an.“ Auch in puncto Verköstigung kam es heuer zu keinem Engpass, wenn auch die Schlangen an den Gastronomiezelten recht lang waren. Zusätzliche Dixie-Klos ergänzten die Toiletten der Sonnenalm, Wasser gab es an mehreren Ständen zu kaufen.

Dies war auch notwendig. Bei den hohen Temperaturen kam man – auch ohne wilde Tanzeinlagen – schnell ins Schwitzen. Die Sonne hatte es wahrlich in sich. Dass neben den Gastronomiezelten nicht große Sonnensegel aufgespannt wurden, war nach Lothes wegen möglichen Winds auf gut 1800 Meter Höhe nicht möglich. Die Gäste wurden jedoch im Vorfeld darüber informiert, sich den Bedingungen entsprechend auszurüsten. Etliche brachten eigene Schirme mit. Wanke ermunterte das Publikum immer wieder genug zu trinken und sich einzucremen.

Ausklang fand das Festival mit dem Auftritt von „The Heimatdamisch“ aus Bad Tölz. Ihre bayerisch-interpretierten Cover-Songs bildeten den perfekten Abschluss für das gelungene Heimatsound-Konzert.

Magdalena Kratzer

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