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Großbaustelle: Im Hinterhof des Werdenfels Museums wird eifrig gearbeitet, um das Haus barrierefrei umzubauen.

Umbau des Werdenfels Museums läuft auf Hochtouren 

Kein Hindernis für eine Sonderschau

Garmisch-Partenkirchen - Es rührt sich was im Werdenfels Museum. Die Landkreis-Einrichtung an der Garmisch-Partenkirchner Ludwigstraße wird umgebaut. Für Leiter Josef Kümmerle erfüllt sich ein Herzenswunsch. Endlich entstehen Räume, um die Schätze aus dem Depot zu präsentieren.

Erst neulich wieder hat Josef Kümmerle jemanden getroffen, der ihn auf den Umbau im Werdenfels Museum angesprochen hat. „Ja, Herr Kümmerle“, hat der Bekannte zum Museumsleiter gesagt, „dann wird’s jetzt wohl längere Zeit keine Sonderausstellungen mehr geben.“ Da hat der Garmisch-Partenkirchner nur gelacht. Da kennt ihn der Mann aber schlecht. „So leicht lässt sich ein Kümmerle nicht unterkriegen.“ Längst plant der 69-Jährige eine Bilder-Schau: „Berge, Hütten, Seen“ wird am 16. Juli eröffnet. Aus einem einfachen Grund: „Wir brauchen Ausstellungen für die Besucherzahlen.“ Gerade Einheimische kommen nur, „wenn sich was rührt“.

Dabei müsste sich Kümmerle auch ohne die Schau keine Sorgen über mangelnde Arbeit oder gar Langeweile machen. Im südseitigen Hinterhof des Museums wird seit etwa fünf Wochen ordentlich gewerkelt. Es rumpelt und scheppert von morgens bis abends. Arbeiter haben zuletzt den maroden Anbau aus den 1920er Jahren entrümpelt. Das Mauerwerk wird jetzt eingerissen, nur der erste Stock bleibt erhalten, auf dem dann ein komplett barrierefreier Neubau errichtet wird. Darin entsteht unter anderem ein Raum für besondere Ausstellungen und Objekte. Auch ein Lift wird eingebaut, der alle Stockwerke erschließt.

1,57 Millionen Euro sind für diesen ersten Bauabschnitt veranschlagt. 2017 soll der zweiten Abschnitt des 2,12-Millionen-Euro-Projektes in Angriff genommen werden. Dann entsteht ein Verbindungstrakt zu einem neuen kleinen Südgebäude, wo die Museumspädagogik und das Büro des untergebracht werden.

Der Umbau ist Kümmerles Herzensangelegenheit. Jahrelang hat er sich dafür eingesetzt, damit er die Exponate, die zu Hunderten im Depot schlummern, auch zeigen kann. Nach wie vor ist er begeistert von der Unterstützung der Kreisräte, die die Sanierung dieser Landkreis-Einrichtung absegnen und das Geld bereitstellen müssen. Einstimmig haben sie das im Dezember 2015 getan. „Wie die das durchgewunken haben, da hab’ ich schon gestaunt“, sagt er anerkennend.

Nun bemüht er sich vor allem darum, dass die Besucher möglichst wenige Einschränkungen durch die Baustelle hinnehmen müssen. Wegen des Umbaus stehen aktuell etwa 100 Quadratmeter Fläche, konkret die Zimmer „Gewölbe“, „Zugspitzraum“ und „Joseph-Wackerle-Raum“ nicht offen. Ab und an wird er das Museum wohl ganz schließen müssen. Diese Tage aber sollen die Ausnahme bleiben. „Es muss sich schließlich was rühren im Museum.“

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