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Winken in die Kamera: (v.l.) Oli P., Andrea Kiewel und Sven Hannawald.
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Eine Legende vor Ort: Heino tritt mit Sarah Jane Scott auf.
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Am Herd: Mario Kotaska.
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Anheizer Markus Schöffl.
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Man in red: Chris de Burgh ist der Publikumsliebling .
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Mit Fahnen ausgerüstet schaut der Kindergarten St. Martin zu.

ZDF-Fernsehgarten: Kiwi pflanzt Stimmung ins „Gärtchen“

Heino und Chris de Burgh singen und winken aus Garmisch-Partenkirchen

Garmisch-Partenkirchen – Heino, Chris de Burgh, Caught in the Act – diese Showgrößen und noch viele weitere sind bei der ersten Aufzeichnung des „ZDF-Fernsehgartens“ um Moderatorin Andrea „Kiwi“ Kiewel in Garmisch-Partenkirchen aufgetreten. An diesem Sonntag wird live gesendet.

Die ersten Töne dröhnen aus den Lautsprechern. Verdutzte Gesichter im Publikum. Völlig perplex schauen sich die drei Opern-Pop-Sänger von „Il Volo“ an. Sie zucken mit den Schultern, dann gibt es bei den jungen Tenören kein Halten mehr: Sie prusten los vor Lachen. Statt dem besinnlichen italienischen Stück, das sie interpretieren sollten, erklingt die Melodie von „Hijo De La Luna“. Dabei hatte kurz zuvor doch schon Sängerin Loona und Töchterchen Saphira mit diesem Lied Schunkelstimmung beschert. Ups. Panne.

Also noch einmal von vorne. Von wegen. „Hinter der Bühne ist eine Völkerwanderung“, schallt die tiefe Stimme von Regisseur Thomas Raab aus dem Übertragungswagen. Während der langsam ungeduldig wird, bis die ungebetenen Background-Gäste erst nach mehrmaliger Aufforderung aus dem Bild verschwinden, ist es für das Publikum eine Art unterhaltsame Zugabe.

Live-Sendung an diesem Sonntag

Alles kein Drama. So etwas kommt schon mal vor. Selbst bei den Profis vom ZDF. Zum Glück passieren die Patzer nur am Donnerstag bei der Aufzeichnung des „Fernsehgartens on Tour“ am Mohrenplatz in Garmisch-Partenkirchen. Kann man rausschneiden. In der Live-Sendung an diesem Sonntag geht das nicht. Und selbst dann würde das Publikum einen Schnitzer verzeihen – bei rund 130 Minuten Non-Stop-Spaß. Eigentlich noch mehr.

Dem Zuschauer vor dem Fernsehgerät bleibt verborgen, dass die Unterhaltungs-Show bereits beginnt, bevor die erste Kamera läuft. Dann, wenn Markus Schöffl über die Bühne, die Eisfläche und die Terrasse wirbelt. Er ist der Anheizer, in der Fernsehsprache zuständig fürs sogenannte Warm-up. Er macht den ultimativen „Gruppenpartybereitschaftstest“. Wie der geht? Ganz einfach: Stehen, unten wippen, Mitte klatschen, oben lachen. Bei dieser Zuschauer-Aufgabe bleibt es aber nicht. „Die Party ist nur so gut, wie die Gäste bereit sind, sich darauf einzulassen“, sagt Schöffl. Also weiter im Prozedere. Die Kommandos: Der ZDF-Animateur trommelt wild mit den Händen in der Luft. „Wenn ich das mache, müsst ihr völlig ausrasten.“ Oder dieses Zeichen: das Arme-Rudern. Heißt: Immer weiter klatschen und nicht abrupt damit aufhören. Das Publikum besteht den Test, zumindest schon mal in der Probephase.

„Die Garmisch-Partenkirchner sind ein Feiervolk“

Genau so hat sich das Regisseur Raab vorgestellt. „Eigentlich“, sagt er bei seiner Begrüßung, „wollten wir die Sendung in Oberstdorf machen.“ Aber...? „Die Garmisch-Partenkirchner sind ein Feiervolk.“ Mehr als das. Auch noch „echt nett“, wie Moderatorin Andrea Kiewel, Spitzname Kiwi, in ihrer blauen Sterne-Thermo-Leggins betont und dreisterweise nachschiebt. „Ganz untypisch für Bayern.“ Ein Raunen geht durch die Stehtische und Sitzreihen. Kiwi lacht laut – und einer bisschen höhnisch. Krumm nimmt ihr die kleine Spitze niemand. Gerade wegen ihres lockeren Mundwerks fliegen ihr die Zuschauer- und Promiherzen zu. Am Mohrenplatz soll das nicht anders sein.

Das Eis ist an diesem Tag spätestens gebrochen, als die frühere Leistungsschwimmerin von ihren Erfahrungen mit der Marktgemeinde erzählt. Während sie zwischen 1997 und 2000 mit ihren Eltern in Herrsching am Ammersee wohnte, kam sie oft nach Garmisch-Partenkirchen zum Wandern. Sie schwärmt von der Wintersport-Destination, weil sie sich ihren „ganz besonderen Charme bewahrt hat“. Der perfekte Drehort also – trotz einer Herausforderung für das ZDF-Team. „So ein kleines Set wie hier hatten wir noch nie“, sagt die Moderatorin. Mehr „Gärtchen“ statt Fernsehgarten.

Selfie mit Sven Hannawald, Autogramm von Oli P.

Dem Publikum, das mit Tee und Punsch versorgt wird, passt die Enge gut in den Kram. So kann es Star-Gäste wie Heino, Caught in the Act oder VoxxClub hautnah erleben. Hier ein Selfie mit Sven Hannawald, dort ein Autogramm von Oli P., auf dem Weg zur Toilette vorbei an Chris de Burgh, die Kastelruther Spatzen beobachten, wie sie nach ihrem Auftritt deftig speisen oder mit Kiwi herumwitzeln.

Noch leichter geht das mit einer Moderatorin, die Eierlikör in der Sendung probieren muss. „Ich hab’ einen sitzen“, posaunt sie raus. Vielleicht unterläuft ihr deshalb auch ein kleiner Fehler. Und zwar im Gespräch mit Ignaz Berndaner, dem früheren Garmisch-Partenkirchner Profi-Eishockeyspieler, der unter anderem für den „FC Riessersee“ dem Puck hinterherjagte. Ja, richtig gehört. FC. Berndaner korrigiert Kiwis kleinen Fauxpas prompt. Sie lacht herzhaft über sich selbst, die Zuschauer feixen und klatschen. Und das ganz ohne die Kommandos des Anheizers. Das bleibt dann auch dem Publikum vorm Fernseher am Sonntag, 4. Dezember, wohl nicht verborgen.

Weitere Informationen

Der „ZDF-Fernsehgarten on Tour“ wird an diesem Sonntag live aus Garmisch-Partenkirchen gesendet. Die Aufzeichnungen sind am 4. und 18. Dezember im ZDF zu sehen.

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