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Im Einsatz für die Zukunftsmesse: (v.l.) Sebastian Kramer, Markus Köpf, Carolina Kiml, Anton Speer, Markus Schneider, Claudia Krüger-Werner und Sonja Brandt.

Schüler können sich über Ausbildungen informieren

Zukunftsmesse: 150 Berufe in einem Haus

Garmisch-Partenkirchen - Rund 65 Aussteller, verschiedene Workshops und Einblicke in 150 Ausbildungsrichtungen: Bei der Zukunftsmesse im Kongresshaus Garmisch-Partenkirchen können sich Jugendliche über ihre Berufswahl informieren – und vielleicht den Traumjob entdecken.

Diese Phase macht jeder einmal durch und sie bereitet vielen Jugendlichen Kopfzerbrechen. Wenn sich die Schulzeit dem Ende zuneigt, steht der Einstieg in die Berufswelt bevor. Das wirft Fragen auf: Welchen Job will ich ausüben? Welcher passt überhaupt zu mir? Eine Entscheidungshilfe gibt ihnen auch in diesem Jahr die Zugspitz Region wieder an die Hand. Bei der Zukunftsmesse am Donnerstag, 20. Oktober, im Kongresshaus in Garmisch-Partenkirchen, bekommen Schulabgänger die Möglichkeit, sich über Unternehmen aus der Region zu informieren, hineinzuschnuppern und auszuloten, ob ein geeigneter Berufszweig dabei ist.

Die Messe, die 2007 vom Arbeitskreis Schule-Wirtschaft ins Leben gerufen wurde, hat sich bewährt. „Im vergangenen Jahr reichte der Platz kaum“, erinnert sich Landrat und Schirmherr Anton Speer (Freie Wähler) zurück. Heuer wird’s nicht anders sein. Rund 65 Unternehmen und Aussteller – hauptsächlich aus den Bereichen Handwerk, Gesundheit, Tourismus und Dienstleistung – geben einen direkten Einblick in über 150 Ausbildungsberufe. Duale Studiengänge bleiben nicht außen vor. Leere Stände sind nicht zu erwarten. „943 Schüler aus dem Landkreis samt Lehrern haben sich angemeldet“, sagt Carolina Kiml, die heuer zum ersten Mal mit der Projektleitung beauftragt ist. Mit Markus Schneider, Claudia Krüger-Werner und Sonja Brandt aber steht ihr aber ein erfahrenes Team zur Seite. Hinzu kommen Interessierte aus weiterführenden (Fach-) Schulen aus der Umgebung sowie die zwei BAF-Klassen, die berufsschulpflichtige Asylbewerber besuchen. „Es ist wichtig, dass auch sie das Angebot bekommen“, macht Sebastian Kramer, Geschäftsführer der Zugspitz Region und Wirtschaftsförderer des Landkreises, deutlich. „Nächstes Jahr sind die sprachlichen Kompetenzen der Flüchtlinge soweit, dass sie eventuell einen Ausbildungsbetrieb finden.“

Damit noch nicht genug: Verschiedene Workshops, wie „Zeitmanagement“, „Vorstellungsgespräch“ oder „Bewerbungsunterlagen“, die mehrmals am Tag stattfinden, runden die Veranstaltung ab und binden die Schüler aktiv mit ein. „So laufen sie nicht einfach durch die Messe“, sagt Sonja Brandt (AOK). Zumindest gilt das für die, die sich einen der begehrten Workshop-Plätze sichern konnten. Denn nicht alle Schüler können teilnehmen – zum Bedauern der Veranstalter. In diesem Jahr kommen 65 Prozent von ihnen unter, sagt Markus Schneider.

Die Zukunftsmesse hat sich etabliert und ist von Bedeutung angesichts des Fachkräftemangels und der vielen freien Ausbildungsplätze im Landkreis. „Der Bedarf ist vorhanden“, betont Landrat Speer. „Wir brauchen nicht nur Leute, die studieren. Wir brauchen auch das Handwerk.“ An guten Betrieben mangelt es ihm zufolge nicht. Das Problem ist ein anderes, wie Kramer ergänzt. „Viele Betriebe hat man gar nicht auf dem Radar.“ Die Zukunftsmesse ändert das, dient als Plattform. Davon profitieren beide Seiten: die Unternehmen, die sich präsentieren können, und die Schüler, die im besten Fall ihrer Entscheidung ein gutes Stück näher kommen – oder sogar ihren Traumberuf entdecken.

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