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Bürgermeister Peter Imminger will Rektor Markus Schneider zu einer Gemeinderats-Sondersitzung bitten.

Anonymer Brief an den Gemeinderat

Oberauer Eltern kritisieren: Zu wenig Informationen über Ganztagsschule 

Oberau- Fehlender Informationsfluss: Besorgte Eltern wenden sich mit anonymem Brief an die Kommunalpolitiker

Mit einem anonymen Schreiben hat sich „ein Teil der Oberauer Eltern“ an Bürgermeister Peter Imminger (CSU) und den Gemeinderat gewandt. Sie haben ihren Unmut über mangelnden Informationsfluss zu der ab Schuljahresbeginn in Oberau kommenden „offenen Ganztagsgrundschule“ kundgetan. „Den Eltern liegen dazu nur ungenügende Informationen weder über den Stand der Bewilligung durch die Regierung noch ein Konzept vor“, ist in dem Papier zu lesen. Es sei nicht nachvollziehbar, warum dies bis heute nicht geschehen sei, heißt es ferner in dem anonymen Brief.

Diese mangelnde Informationspolitik versetze nämlich gerade berufstätige Eltern in eine Zwangslage. Ihnen fehle jede Möglichkeit, die Betreuungszeiten für ihre Kinder zu planen, auch im Hinblick auf die Arbeitszeit. Auch beim letzten Elternabend für die Schulanfänger sei dazu nichts mitgeteilt worden. „Die bisherige flexible Lösung, angeboten durch die Gemeinde, wurde von den Oberauer Eltern sehr geschätzt“, steht weiter zu lesen, „weshalb wir auch nach der Übertragung der Betreuung von der Gemeinde an die Schule weiterhin ein zufriedenstellendes Konzept erwarten“.

Bürgermeister Peter Imminger (CSU) merkte dazu in der Gemeinderatssitzung an, dass sich ja die Gemeinde selbst für die nunmehr staatlich getragene „offene Ganztagsschule“ entschieden habe. Die Eltern sind damit nicht mehr verpflichtet, einen Kostenbeitrag zu bezahlen, wie es bislang bei der sogenannten „Mittagsbetreuung“ üblich war, zumal es diese in Bayern ohnehin nicht mehr geben soll. „Der Nachteil dabei ist freilich, dass diese vom Staat getragene Offene Ganztagsgrundschule eine rein schulische Angelegenheit wird, bei der die Lehrer die volle Verantwortung für die Kinder am Nachmittag übernehmen. Die Gemeinde stellt als Sachaufwandsträger lediglich die Räumlichkeiten zur Verfügung, für deren Umgestaltung wir im Jahres-Haushalt immerhin den erklecklichen Betrag von 150000 Euro eingesetzt haben“, sagt Imminger. Die Kommune habe darüber hinaus keinerlei Eingriffsmöglichkeiten mehr – wie noch bei der Mittagsbetreuung, „wo wir zeitlich relativ flexibel waren: Das geht jetzt nicht mehr, die Anmeldungen müssen für feste Zeiten geschehe, mindestens zwei Tage pro Woche und das dann auch übers Jahr einhalten“.

Zu dem Schreiben der Eltern an die Gemeinde erklärte der Bürgermeister, dass Rektor Markus Schneider ihm nach Rücksprache mit dem Schulamt mitgeteilt habe, dass anonyme Briefe sowieso nicht beantwortet werden. So halte es auch das Schulamt. Gemeinderat Georg Mayr (Freie Wähler) jedoch vertrat die Meinung, dass die Gemeinde mit der Übertragung der Mittags- und Nachmittagsbetreuung der Kinder an die Schule einen Freibrief ausgestellt habe und von dieser offenbar bislang noch kein Konzept erstellt worden sei: „Die Gemeinde hat damit die Oberauer Eltern vor vollendete Tatsachen gestellt. Sie wissen nicht einmal, wie die Tatsachen ausschauen.“ Sachlich merkte auch Rathaus-Geschäftsführer Robert Zankel an: „Dass erst nach Genehmigung der Offenen Ganztagesgrundschule durch die Regierung zu Beginn des neuen Schuljahres zu einem Elternabend mit definitiven Mitteilungen geladen wird, ist eigentlich viel zu spät.“ So sah es auch Bürgermeister Imminger: Er versprach abschließend, Rektor Markus Schneider zu einer Gemeinderats-Sondersitzung zu bitten. „Denn schließlich müssen die Eltern ja Planungssicherheit fürs kommende Schuljahr haben“, ergänzte Vize-Bürgermeister Josef Bobinger (CSU). Freilich sei es völlig klar, meldete sich noch einmal der Gemeindechef, „dass die Gemeinde gegenüber der Schule keinerlei Weisungsbefugnis hat. Das ist allein Sache des Schulamts."

Wolfgang Kaiser

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