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Dieses historische Schwarzweißfoto zeigt die Männer des Ohlstädter Krieger- und Soldatenvereins sowie des Trachtenvereins im Juli 1946 nach der abgeschlossenen Kreuzaufstellung.

Wahrzeichen am Heimgarten

Bergmesse erinnert an Geschichte des Gipfelkreuzes

Ohlstadt – Seit 1853 grüßt vom Heimgarten ein hölzernes Gipfelkreuz, das in der Zwischenzeit zweimal erneuert werden musste – und zwar 1908 und 1946. Jetzt findet dort eine Bergmesse statt. 

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs war es durch einen Blitzschlag zerstört worden. Vor nunmehr 70 Jahren kamen Soldaten aus dem Krieg und der Gefangenschaft nach Ohlstadt zurück und beschlossen, aus Dankbarkeit für ihre glückliche Heimkehr das abgebrannte Glaubenssymbol durch ein neues, prächtiges Eichenkreuz zu ersetzen. 32 Männer aus dem Krieger- und Soldatenverein sowie dem Trachtenverein D’Illingstoana machten sich alsbald an die Arbeit. Das Holz stifteten Rechtler aus dem Wald am Isenberg. Über sieben Meter maß die massive Holzkonstruktion, die in bis zu 75 Kilogramm schweren Einzelteilen auf den Heimgarten getragen und am ersten Juli-Sonntag 1946 im Rahmen einer Bergmesse geweiht wurde. Dies ist nun sieben Jahrzehnte her.

Grund genug für die beiden Vereine, bei einer Bergmesse am Montag, 3. Oktober, an dieses Datum zu erinnern. „Wir gehen mit unserer Vereinsfahne hinauf“, kündigt Trachtenvorstand Anton Utzschneider junior an. Ebenso wird der Krieger- und Soldatenverein mit einer Abordnung am Gipfel vertreten sein. Um 10 Uhr vormittags beginnt der von Pfarrer Christian Hermann gefeierte, von der Musikkapelle Ohlstadt umrahmte Gottesdienst, der heuer mit der alljährlichen Heimgartenmesse zusammengelegt wird, zumal damit auch das 20-jährige Bestehen der Bergwachthütte gefeiert wird. So hoffen Utzschneider und der Vorstand des Krieger- und Soldatenvereins, Manfred Stenger, auf angenehmes, sonniges Herbstwetter. Allerdings fände die Messe auch bei Regen statt. Ein Blick in die Ausgabe des Garmisch-Partenkirchner Tagblatts vom 14. August 1953 verrät Einzelheiten von der ersten Kreuzaufstellung am 3. August 1853. So steht dort unter anderem zu lesen: „Begeistert waren die Leute, zahlreich haben sie das Kreuz umstanden, das sie gemeinsam errichtet hatten. ‚Wir sind in einer Anzahl um dieses Kreuz versammelt, wie sie dieser Berggipfel seit hunderten Jahren vor uns nicht gesehen’, konnte der Festprediger sagen“. Auch 163 Jahre später wird diese Begeisterung noch zu spüren sein, wenn sich die Mitglieder der beiden Vereine frühmorgens zusammen mit zahlreichen Gläubigen auf den Gipfel des Heimgartens aufmachen.

Heino Herpen

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