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Zwei, die die Landesaustellung zum Erfolg führen wollen: Dr. Nikolaus Faulstroh (r.) und Anton Speer

Entscheidung des Herzens

Neuer Koordinator soll Landesausstellung zum Erfolg führen

Landkreis - Als Koordinator soll Dr. Nikolaus Faulstroh die Landesausstellung 2018 zum Erfolg führen. Der promovierte Historiker hat bei seiner Bewerbung vor allem Landrat Anton Speer überzeugt, der Tag und Nacht auf dessen Dienste zurückgreifen will.

Der Mann gibt rund 20 Minuten lang den Alleinunterhalter. Er spricht darüber, was er macht, machen wird und gemacht hat. Landrat Anton Speer (Freie Wähler), der Dr. Nikolaus Faulstroh, den Koordinator der Landesaustellung 2018 in Ettal vorstellen soll, lässt auf sich warten. Unaufschiebbare Amtsgeschäfte verhindern sein pünktliches Erscheinen. Der 36-jährige promovierte Historiker kann die Zeit allerdings gut ausfüllen, bis sein Chef auftaucht. Euphorisch stellt er sein neues Aufgabengebiet vor, was er alles gedenkt zu tun, damit die Landesaustellung in Ettal ein voller Erfolg wird. Dass ihm das gelingen wird, davon ist Speer überzeugt. Nachdem er den Sitzungssaal im Landratsamt betreten hat, Behördensprecher Stephan Scharf im Schlepptau, nimmt er Platz und stimmt Lobeshymnen auf seinen neuen Mitarbeiter an. Faulstroh, gebürtiger Münchner, hat sich Speer zufolge „gegen zahlreiche Mitbewerber durchgesetzt“, die alle scharf auf diesen Posten waren. „Ich bin froh, dass unsere Wahl auf ihn gefallen ist. Bei mir war es eine Entscheidung des Herzens. In Personaldingen mache ich das häufiger so.“ Faulstrohs Arbeitsvertrag ist bis Mitte 2019 befristet. „Es wird sicherlich viel nachzuarbeiten geben“, sagt er.

Und auch viel vorzubereiten, bis die Ausstellung, die sich mit „Wald, Gebirg und Königstraum – Mythos Bayern“ beschäftigt und die im Mai 2018 in Ettal eröffnet werden wird – wo sie im November des selben Jahres auch endet. Deshalb war es Speer wichtig, dass Faulstroh für diese Zeit in Garmisch-Partenkirchen wohnt, „damit er Tag und Nacht für mich verfügbar ist“.

Bei dem studierten Politikwissenschaftler laufen in den kommenden Monaten alle Fäden zusammen. Dabei kann er aus einem reichen Erfahrungsschatz schöpfen. Einige Jahre war er bei den „Festspiele Europäische Wochen“ die rechte Hand des Intendanten und kümmerte sich, wie es in der Branche neudeutsch heißt, ums Fundraising. Im Klartext: Faulstrohs Schwerpunkt lag auf dem Beschaffen finanzieller Mittel. Damit hat er auch in seinem neuen Job zu tun, allerdings eher am Rande. Faulstroh soll neben der Koordinierung der Ausstellungsveranstalter und -partner auch Vereine, Unternehmen und Institutionen für das Begleitprogramm gewinnen. Seine Aktivitäten reichen dabei bis nach Tirol. Er sprüht vor Ideen, um die Ausstellung, die das Haus der Bayerischen Geschichte, das Kloster Ettal und der Landkreis in Zusammenarbeit mit den Bayerischen Staatsforsten, der Bayerischen Forstverwaltung und der Bayerischen Schlösserverwaltung auf die Beine stellen, zu einem Erfolg werden zu lassen. „Wir zeigen, wie Wald und Gebirge sich durch Menschenhand verändern. Und es wird klar, warum der Mythos Bayern im Alpenvorland entspringt“, sagt Faulstroh.

Für die Schau wird das Kloster seinen Südflügel sanieren und den alten Klostergarten neu beleben. Neben der Präsentation hochrangiger Exponate auf 1500 Quadratmetern in den historischen Innenräumen ist ein erlebnisreicher Außenbereich geplant. „Die Landesaustellung wird zudem von einem aufwändigen museumpädagogischen sowie kulturellen Programm begleitet“, sagt Faulstroh.

Rat hat er sich in den vergangenen Wochen – seit seinem Amtsantritt am 1. Juli – in Städten und Gemeinden geholt, die in den zurückliegenden Jahren eine Landesausstellung ausgerichtet hatten. Speer knüpfte zuletzt Kontakt zum Landrat von Passau, Franz Meyer (CSU). Aldersbach im Passauer Land veranstaltete zum Thema Bier die Landesaustellung 2016. „Der Kollege hat mir wichtige Anregungen gegeben“, sagt Speer. Die hat er weitergereicht an Faulstroh, „weil wir beide ganz eng zusammenarbeiten“.

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