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Bundeswahlkampf 2017

Dobrindts Konkurrenz aus dem Landkreis

Eschenlohe - Zwei SPD-Männer aus dem Landkreis bewerben sich um die Kandidatur für die Bundestagswahl im kommenden Jahr: Felix Burger aus Murnau und Enrico Corongiu aus Mittenwald. Einer tritt gegen CSU-Mann Alexander Dobrindt an.

In der SPD-Unterbezirkskonferenz, zu der am Freitag 20 der 25 Delegierten in den Gasthof Brückenwirt in Eschenlohe gekommen waren, stellten sich zwei Bewerber für die Kandidatur für die Bundestagswahl 2017 vor. Der Kreisrat und Murnauer Gemeinderat Felix Burger hat sich zum Ziel gesetzt, die Förderung des Terrors einzustellen. Der 27-jährige, der als Verkaufsleiter im Lebensmittelbereich tätig ist, möchte die Waffenexporte aus Deutschland reduzieren und in Länder, die den Terror unterstützen, überhaupt keine Waffen mehr liefern. Er will eine offene und faire Handelspolitik ohne Ausdehnung der Macht multinationaler Konzerne und undemokratischer Schiedsgerichte. Handelsbeschränkungen will er weltweit abbauen, ohne dabei die armen Länder auszubeuten. Er lehnt Raubtierkapitalismus und Ausbeutung ab und will mehr soziale Gerechtigkeit und Solidarität. Desweiteren will er eine Bürgerversicherung für alle Menschen und ein Anhebung des Mindestlohns.

Enrico Corongiu will eine gerechte Politik. Der 37-jährige verheiratete Vater von zwei Kindern, der im Rettungsdienst arbeitet, ist 2012 in die SPD eingetreten, weil er einen Abbau des Sozialstaats feststellte. In Deutschland wachse nicht nur der Wohlstand, sondern auch die Armut. Diese Entwicklung sei „sozialer Sprengstoff“, so der Mittenwalder Marktgemeinderat. In der Leiharbeit – „die stößt mit sauer auf“ – sieht er ein großes Problem, das der Markt nicht regeln könne: „Er reagiert nur in eine Richtung.“ Corongiu hält nichts vom Krieg: „Mit Waffengewalt erreicht man nichts.“ Er schlägt Fairness im internationalen Handel vor: „Abkommen, die mir helfen, dürfen anderen nicht schaden.“ Man müsse auf das Ganze schauen. Dies gelte auch für das Gesundheitssystem. Dessen Leistungen müssten allen in gleicher Weise zugänglich sein. Beiden Kandidaten setzen sich für soziale Gerechtigkeit und Solidarität ein und wollen so das „S“ in der SPD stärken. Einer der beiden wird bei der Aufstellungsversammlung am 24. September zum Kandidaten für die Bundestagswahl gewählt. Er ist dann Gegenkandidat von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt in Wahlkreis.

Alfred Schubert

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