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Ausgiebig plantschen: In Ohlstadt können Gäste und Einheimische noch in dieser Woche das Freibad nutzen.

Kein Ende des Badewetters

Drei Freibäder gehen in die Verlängerung

Landkreis - Der Sommer macht Überstunden! Darauf reagieren die Freibäder in Oberau, Grainau und Ohlstadt. Sie schließen nicht wie üblich zu Schulbeginn. 

Fängt die Schule wieder an, dann schließen die Freibäder. So wird’s in der Regel gehandhabt – auch im Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Nachdem die Wetterexperten aber für diese Woche noch einmal viel Sonnenschein und hochsommerliche Temperaturen angekündigt haben, reagieren manche Einrichtungen flexibel. „Bei uns kann man noch bis Samstag die Seele baumeln lassen“, sagt Thomas Maurer, Betriebsleiter des Oberauer Freibads. Nachdem er und die Kioskpächterin den Ablauf allein stemmen, haben sie’s auch in der Hand, wann sie zusperren. „Die Gemeinde lässt uns freie Hand“, betont Maurer. Und so können Einheimische und Gäste den Natursee und das solarbeheizte Becken noch in dieser Woche genießen, solange das Wetter mitspielt. „Manche schwimmen nur ein paar Bahnen, andere bleiben länger.“ Was alle verbindet: „Es taugt ihnen.“

Diese Einschätzung teilt Christian Scheuerer. Auch die Gemeinde Ohlstadt lässt das Bad „offen, solange das Wetter passt“. Der Bürgermeister geht aber wie Maurer davon aus, dass nach dieser Woche Schluss ist. Über diese Flexibilität seien jedenfalls alle Wasserratten und Sonnenanbeter „äußerst dankbar“. Ähnlich schaut’s im Grainauer Zugspitzbad aus, das bis einschließlich Mittwoch geöffnet bleibt. Nachdem das Hallenbad sowieso in Betrieb ist, kann Leiter Stefan Meyer da schnell reagieren. „Und unserer Gäste freut’s.“

Was in den beiden kleinen Kommunen möglich ist, scheitert in Garmisch-Partenkirchen. Die Freiflächen im Alpspitz-Wellenbad – „Mit Ende der Ferien in Nordrhein-Westfalen kommen immer weniger Gäste“, erklärt eine Mitarbeiterin – und im Kainzenbad schließen heute. Nachdem die Gemeinde für das Naturfreibad keinen eigenen Betriebsleiter hat, „sind wir nicht mehr so flexibel“, sagt Rathaussprecher Florian Nöbauer. Nicht allein daran scheitert es aber, die Einrichtung länger zu öffnen, sondern auch daran, dass bereits verschiedene Arbeiten, wie das Ausbaggern der Becken, terminiert sind. „An so einem Bad hängt sehr viel Organisatorisches“, bestätigt Alexander Richter. Der Betriebsleiter des WellenBergs in Oberammergau beendet die Saison im Außenbereich ebenfalls schon, schließlich hat er bereits Termine mit Handwerkern vereinbart, die den Herbst nutzen müssen.

Zum Ende der Sommerferien beginnt beim Team des Farchanter Warmfreibads die Urlaubszeit. „Deshalb können wir in dieser Woche gar nicht mehr öffnen“, betont Bürgermeister Martin Wohlketzetter (SPD). Zudem hat er die Erfahrung gemacht, dass Einheimische und Gäste Mitte September mehr Rad- und Bergtouren unternehmen und weniger ans Schwimmen im Freibad denken.

Eine Ausnahme bildet hier das Karwendelbad in Mittenwald, dessen Freibecken bis zu 32 Grad warm ist. „Das wird sehr genutzt, auch im Winter“, bestätigt Mathias Pöll, Leiter der Gemeindewerke Mittenwald. Solange es passt, bleiben dieser Bereich, genau wie die Rutsche, die im Freien endet, und die Liegewiese deshalb zugänglich.

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