Leader-Förderprogramm

Geldgeschenke für die Bürger

Landkreis - Es muss nicht immer nur in großen Dimensionen gedacht werden. Leader-Experte Martin Kriner schlägt die Ausschüttung von 22.222 Euro für kleine Projekte im ganzen Landkreis vor.

Bis zum Jahr 2020 stehen im Rahmen des Leader-Programms 1,6 Millionen Euro für den Landkreis zur Verfügung. Acht Projekte – wie etwa ein literarische Horvath-Weg, der Bikepark in Oberammergau oder die Kooperation „Urlaub auf dem Bauernhof“ – kommen bereits in den Genuss der Förderung. Geht es nach Martin Kriner, dem Manager der Lokalen Leader- Aktionsgruppe LAG, muss aber nicht immer nur in großen Dimensionen geplant werden. Er würde gern eine Art Bürgerfonds auf den Weg bringen, mit dem kleine Projekte und besonderes Engagement unterstützt werden. Darum geht’s: Es gibt die Möglichkeit, einmalig 22.222 Euro auszuschütten, von denen 90 Prozent förderfähig sind. Diese Summe soll in viele kleinere Beträge aufgeteilt werden, die maximal bei 2500 Euro liegen. Die konkrete Aufteilung, wie auch die detaillierten Antragsbedingungen müssten Kriner zufolge erst noch von den Entscheidungsgremien festgelegt werden. Er hofft darauf, dass Geschenkpaket bis zum Sommer festzurren zu können. Wenn alles so weit kommt, werde die Öffentlichkeit informiert.

Bereits Thema in politischen Gremien ist der Erlebnisweg „Das Erbe des Wetzsteinmacher“, der im Allgäu beginnt und über Unterammergau nach Ohlstadt führen soll. Im Unterammergauer Gemeinderat stand die Auftragsvergabe an einen professioneller Planer auf der Tagesordnung. Die Kosten von 13.000 Eruo sind zu 70 Prozent förderfähig und werden zwischen den Gemeinden aufgeteilt. „Unterammergau muss 1800 Euro zahlen“, sagte Bürgermeister Michael Gansler (Fortschrittliche Dorfgemeinschaft Unterammergau/FDU). Es zeigte sich, dass die Gemeinderäte bisher wenig Details zum Projekt wissen, Gespräche noch nicht stattgefunden haben. Robert Stumpfecker (Für Unterammergaus Zukunft/FUZ) sprach als Vorsitzender der Privatwaldgemeinschaft den möglichen Verlauf an – und sah Probleme an. Bereiche seien demnach „unter aller Sau“. Und: „Da wird es einiges zu reden geben.“ Das war auch beim dem Leader-Projekt „Urlaub auf dem Bauernhof“ der Fall, das fördertechnisch eigentlich schon abgewickelt war. Wegen eines Rechenfehlers mussten die Zahlen Kriner zufolge überarbeitet und den Gremium zur Beschlussfassung vorgelegt werden.

Über Arbeit kann sich der LAG-Manager nicht beklagen. Mittlerweile füllen die Ideen-Vorschläge für die Förderperiode einen ganzen DIN-A4-Ordner. Und noch ist vom Leader-Gesamtbudget, das 1,654 Millionen Euro umfasst, noch einiges übrig. In den nächsten Jahren können 962.000 Euro für spezielle Projekte im Landkreis vergeben werden.

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