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Im Aufwärtstrend: das Klinikum Garmisch-Partenkirchen.

Weiteres Wachstum - in Kooperation mit UKM

Klinikum schreibt schwarze Zahlen

Landkreis - Die Patientenzahlen sind im Vergleich zum ersten Quartal 2015 gestiegen. Nur ein Indiz, dass sich das Klinikum Garmisch-Partenkirchen unter dem neuen Geschäftsführer Bernward Schröter auf einem guten Weg befindet.

Das Klinikum Garmisch-Partenkirchen scheint ein Vorzeigekrankenhaus zu sein – zumindest was die finanzielle Situation angeht. „Wir schreiben gute schwarze Zahlen“, sagt Bernward Schröter, die er am 23. Juni dem Aufsichtsrat präsentieren will. Nicht selbstverständlich für einen Gesundheits-Betrieb, der unter kommunaler Trägerschaft steht, weil etliche Kliniken dieses Zuschnitts wirtschaftliche Probleme plagen. „Ich habe an der positiven Entwicklung aber nur einen kleinen Anteil“, meint Schröter.

Es ist nicht der Stil des neuen Geschäftsführers, sich mit fremden Federn zu schmücken, wenn man erst ein gutes halbes Jahr auf dem Chefsessel in dem 485-Betten-Haus an der Auenstraße 6 sitzt. „Dass wir so gut dastehen, ist das Verdienst meines Vorgängers.“ Peter Lenz, nun Chef der RoMed Kliniken in Rosenheim, machte sich als Sparkommissar einen Namen, der vor allem bei der Belegschaft den Rotstift ansetzte. Diesen Kurs hat Schröter (62) korrigiert. Er investiert und will das weiter tun – in Personal, Geräte und Baumaßnahmen. Zudem denkt er über weitere Abteilungen nach. Im Gespräch ist unter anderem eine Altersonkologie.

Bundesweit einmaliges Modell

Der neue Geschäftsführer: Bernward Schröter

Das Tempo, das der erfahrende Gesundheitsmanager dabei vorlegt, ist atemberaubend. Vor allem die Kooperation mit dem Unfallkrankenhaus Murnau (UKM), die seit etlichen Jahren läuft, schiebt er weiter an. Das Modell mit dem UKM nennt er „bundesweit einmalig“. Nichts ist allerdings so gut, als dass man es nicht verbessern könnte. Schröter arbeitet danach. „Wir befinden uns in guten Gesprächen mit Murnau“, sagt er. Die Präsenz des Klinikums will er in der Marktgemeinde im Norden des Landkreises weiter stärken.

In Murnau betreibt das Klinikum ein Zentrum für Innere Medizin, vorgesehen sind weitere Fachrichtungen wie eine Gefäßchirurgie und eine Kardiologie. Derzeit verfügen die Garmisch-Partenkirchner im UKM über 45 Betten, in Zukunft sollen es 75 sein. Es gebe am Unfallkrankenhaus dafür die Kapazität, nachdem dort ein 200-Betten-Trakt entstanden ist. „Daran wollen wir partizipieren.“

Schröter macht keinen Hehl daraus, dass er um Murnau herum noch Entwicklungspotenzial sieht. Auch die Kooperation mit den kommunalen Kliniken in den Landkreisen Weilheim-Schongau und Bad Tölz-Wolfratshausen gedenkt er auszubauen.

Verwaltungs-Direktorin Ricci verlässt das Klinikum

Und wie sieht’s mit Zukäufen aus, nachdem der Einstieg beim Krankenhaus Penzberg, der vor Jahren anvisiert war, nicht zustande kam? Schröter ist der Meinung, dass in den kommenden Jahren Häuser, die über nur 120 Betten verfügen, „weniger werden. Da wird sich einiges tun“. Klartext redet er allerdings nicht. Nur soviel lässt er sich entlocken: „Es gilt, unser Geld gut anzulegen.“

Mit offenen Karten spielt er, was die personellen Veränderungen auf der Führungsetage betrifft. Martina Ricci verlässt zum 31. Mai das Klinikum. Ricci, zwölf Jahre lang Verwaltungs-Direktorin, will sich beruflich verändern und die Karriereleiter weiter nach oben steigen. Sie hat sich auf verschiedene Geschäftsführerposten beworben und befindet sich Schröter zufolge in aussichtsreichen Verhandlungen. Riccis Nachfolger in Garmisch-Partenkirchen steht schon fest: Frank Niederbühl. Derzeit arbeitet der 35-Jährige noch als Klinikdirektor des MediClin-Herzzentrums in Lahr/Baden. Niederbühl bringt eine umfangreiche Führungserfahrung mit. Vor seiner Tätigkeit in Lahr war er Kaufmännischer Leiter eines Akutkrankenhauses in Dachau. Dort arbeitete er bereits ein Jahr mit Schröter zusammen.

Der Geschäftsführer geht daran, sich eine Hausmacht zu schaffen und Führungspersonal um sich zu scharen, das so tickt wie er. „Ich habe Herrn Niederbühl angesprochen, weil ich glaube, dass zwischen uns die Chemie stimmt und ich das Klinikum kontinuierlich weiterentwickeln will.“ Klingt ein bisschen danach, als könnte Niederbühl der Kronprinz sein, der Schröter beerbt, wenn dessen Vertrag in viereinhalb Jahren endet.

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