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Ist Esperte in Sachen Landesausstellungen: Richard Loibl, Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte.

Sicherheitspersonal geht ins Geld

Landesausstellung Ettal: Mit diesen Kosten kalkuliert der Landkreis

Landkreis - Der Finanzplan für den Landkreis steht - zumindest erste Schätzungen kann Landesausstellungs-Koordinator Dr. Nikolaus Faulstroh nennen. Und bekam im Kreisausschuss noch Vorschläge, zum Beispiel für die Aufwertung der Gästekarte.

Dieser Ausflug nach Aldersbach fiel unter die Kategorie Bildungsreise. Die niederbayerische Gemeinde ist in diesem Jahr Ausrichter der Landesausstellung. Die Chance, sich Anregungen für das eigene Großereignis zu holen, das 2018 in Ettal stattfindet, ließen sich unter anderem Landrat Anton Speer (Freie Wähler) und Dr. Nikolaus Faulstroh nicht entgehen. Sie kamen nicht ohne Erkenntnisse zurück.

Das Konzept der Landesausstellung mit dem Motto „Wald, Gebirg und Königstraum – Mythos Bayern“ wird seither stetig weiterentwickelt. Erst vor kurzem habe sich die Steuerungsgruppe, in der Vertreter des Klosters, der Bayerischen Staatsforsten und des Hauses der Bayerischen Geschichte (HdBG) sitzen, wieder getroffen, berichtete Speer im Kreisausschuss. Dort erläuterte Faulstroh, der seit Juli mit der Koordination betraut ist, den Mitgliedern neben dem Rahmenprogramm, für das der Kreis zuständig ist, diesmal auch die geschätzten Ausgaben und Einnahmen.

„Der Finanzplan wurde heiß diskutiert“, teilte er gleich zu Beginn mit. Insgesamt schlagen Kosten von rund 783 000 Euro zu Buche. Zumindest im vorläufigen Zahlenwerk. Denn ein Beschluss für das Jahr 2018 wird erst im Frühjahr 2018 gefasst. Den Löwenanteil nimmt bei der bisherigen Darstellung das Sicherheitspersonal ein. Mit 320 000 Euro kalkuliert Faulstroh. „Wir müssen den Auftrag an ein professionelles Unternehmen vergeben“, betonte er. Sechs bis acht Mitarbeiter pro Schicht seien dann quasi rund um die Uhr im Einsatz, um die wertvollen Exponate in Ettal zu bewachen. Nicht die einzige Aufgabe, die auf sie zukommt. Denn wie Tessy Lödermann (Bündnis 90/Die Grünen) anmerkte, sollte das Personal geschult werden, um den Besuchern Informationen geben zu können. Ein Kriterium, das auch Faulstroh als wichtig erachtet und das bei der Auswahl der Sicherheitsfirma eine Rolle spielt. Angebote lägen vor, die Entscheidung sei aber noch nicht gefallen – trotz eines Favoriten. „Wir haben schon jemanden im Auge, der Erfahrungen mit Landesausstellungen hat“, sagte Faulstroh.

Auf die Expertenmeinung stützt man sich auch beim Finanzplan. Nach der Schätzung von HdBG-Direktor Dr. Richard Loibl ist bei den Kartenverkäufen, an denen der Kreis mit 20 Prozent beteiligt wird, mit 150 000 Euro zu rechnen. „Wir wissen nicht, wie viele Touristen tatsächlich kommen und wollen den Ball deshalb flach halten“, machte der Koordinator deutlich. Derzeit geht man von 150 000 Besuchern und einem Eintrittsgeld von fünf Euro aus.

Eine Idee brachte in diesem Zuge Thomas Schwarzenberger (CSU) ein. Der Krüner Bürgermeister schlug vor, die Gästekarten aufzuwerten. Heißt: Ermäßigung beim Eintrittspreis. „Dann wird das Ganze erfolgreicher“, meinte der Rathauschef. „Das würde gerade für Gäste mit weiterer Anreise einen Besuch attraktiver machen.“ Faulstroh greift Anregungen wie diese gerne auf. In diesem Fall muss er mit der HdBG verhandeln. „Es müsste uns dafür einen Rabatt einräumen.“

Der Finanzplan für den Landkreis:

Gesamtausgaben: 783 000 Euro (2017: 43 000 Euro;

2018: 740 000 Euro)

Rahmenprogramm: 150 000 Euro (2018)

Werbungskosten: 43 000 Euro (2017); 160 000 Euro (2018)

Fixkosten (Audioguideführung, Callcenter, Eröffnungsveranstaltung): 60 000 Euro (2018)

Sicherheitspersonal: 320 000 Euro (2018)

Beförderung von Schülern: 50 000 Euro (2018)

Gesamteinnahmen: 205 000 Euro

Kartenverkauf: 150 000 Euro (bei einem Eintrittspreis

von fünf Euro im Schnitt)

Eintrittsgelder des Rahmenprogramms: 20 000 Euro

Anzeigeneinnahmen im Programmheft: 10 000 Euro

Zuschüsse durch Sponsoring: 20 000 Euro

Saldo: minus 578 000 Euro

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