Mit Luftgewehr auf Katze geschossen

Murnau - Ein besonders schwerer Fall von Tierquälerei hat sich in Uffing ereignet: Ein Unbekannter schoss mit einem Luftgewehr auf einen Kater. Die Polizei sucht nach Zeugen.

Tierfreunde sind entsetzt: Wie erst jetzt bekannt wurde, ist es bereits vergangene Woche am Donnerstag, 9. Juli, gegen 20 Uhr in Uffing zu einer schweren Form von Tierquälerei und zu einer Gefährdung der Öffentlichkeit gekommen. Ein Unbekannter schoss in dem Wohnviertel an der Schöffauer Straße mit einem Luftgewehr auf eine Katze. Das Tier, ein dreijähriger Kater mit dem Namen „Negro“, überlebte. Die Halterin, eine 45-jährige Hausfrau und Mutter, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen will, ist schockiert. „Das ist eine Sauerei“, sagt sie. Mit den Schüssen hätte der Unbekannte auch spielende Kinder oder Passanten verletzen können. Obendrein wäre es an dem besagten Donnerstagabend auch noch beinahe zu einem Unfall gekommen: Der angeschossene Kater – er wurde glücklicherweise nur an der Pfote getroffen – rannte vor lauter Panik auch noch auf der Schöffauer Straße in ein Motorrad. Der Fahrer kam mit dem Schrecken davon. In der Weilheimer Tierklinik, wohin die Uffingerin ihren „Negro“ sofort gebracht hatte, wurde bei dem Tier neben einem frischen Einschuss mit einem Luftgewehr-Projektil obendrein eine Lungenquetschung festgestellt. Die Katze habe sich inzwischen wieder halbwegs erholt, berichtet die Uffingerin.

Die Polizei bittet nun die Bevölkerung um Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen (Telefon 0 88 41/61 76 0). Dieser muss mit einer empfindlichen Strafe rechnen. Er hat nicht nur gegen das Tierschutzgesetz, sondern auch gegen das Waffengesetz verstoßen. Denn es ist natürlich untersagt, außerhalb von Schießplätzen mit einem Luftgewehr herumzuballern.

Tessy Lödermann, Chefin des Tierschutzvereins im Landkreis Garmisch-Partenkirchen, stuft den Fall als „massive Tierquälerei“ ein, die durch eine „erhebliche Rohheit“ gekennzeichnet sei. Dies sei das Werk eines „Katzenhassers“. Ihr Verein setzt 500 Euro Belohnung für Hinweise aus, die zu dem Täter führen. Man könne sich auch vertraulich an den Tierschutzverein (Telefon 0 88 21/55 96 7) wenden, erklärt Lödermann. Es komme immer wieder vor, dass mit Lufgewehren auf Katzen geschossen werde. Häufig seien Jugendliche hierfür verantwortlich. Die getroffenen Tiere müssten häufig aufgrund von inneren Blutungen einen qualvollen Tod sterben. (as)

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