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Bäume, so weit das Auge reicht: Minister Helmut Brunner (l.) und Nikolaus Stöger, Chef des Forstbetriebs Oberammergau.

Probleme von früher beseitigt

Schutzwald am Ettaler Berg: Bäume statt Beton

Landkreis - Vor über 30 Jahren startete sie, die große Sanierungsmaßnahme für den Schutzwald am Ettaler Berg. Jetzt überzeugte sich Forstminister Brunner selbst, ob der Wald genügend Schutz bietet.

Bietet der Wald über der Bundesstraße am Ettaler Berg genügend Schutz vor Lawinen und Steinschlägen? „Ja“, meint Bayerns Forstminister Helmut Brunner (CSU). Er überzeugte sich am Dienstag persönlich von der Sanierungsmaßnahme des Schutzwaldes am Ettaler Berg und an der Kuhalm, die vor 30 Jahren begann.

Ein stolzes Lächeln huschte dem Minister übers Gesicht, als er ein altes Foto von 1986 vom Hang des Ettaler Berges mit heute verglich. Darauf zu sehen ist eine kahle Landschaft mit vereinzelten Bäumen. „Damals hatten wir noch enorme Probleme mit Lawinen und Steinschlägen“, erinnert sich Nikolaus Stöger, Leiter des Forstbetriebs Oberammergau. Der Schnee rutschte über den laubbedeckten Boden wie Butter in einer heißen Pfanne – alles über der viel befahrenen Bundesstraße B23. Wegen des „hohen Gefährdungspotentials“ hat dieses Sanierungsgebiet seither „die Priorität 1“, erläuterte Stöger einer kleinen Gruppe Exkursionsteilnehmer.

Was die sieht, ist erfreulich. Der Ist-Zustand: Unzählige saftig grüne kleine Bäumchen bilden einen dichten Bewuchs. Die Bayerische Forstverwaltung hat in Zusammenarbeit mit den Bayerischen Staatsforsten und dem Forstbetrieb Oberammergau die Lawinenverbauungen der Wasserwirtschaftsverwaltung durch umfangreiche Sanierungsmaßnahmen mit Pflanzungen, Gleitschneeverbauungen und Schutzwaldpflege ergänzt. Wo früher unschöne und „extrem teure Schutzbauwerke aus Beton zur Sicherung steiler Hänge“ notwendig waren, so Stöger, übernimmt nun der Schutzwald diese wichtige Aufgabe.

Martin Neumeyer, Vorstandsvorsitzender der Bayerischen Staatsforsten, freute sich vor allem über die blau markierten Tannenbäumchen. „Für mich ist die Tanne der Zukunftsbaum in einem Schutzwald schlechthin.“ Ihre Wurzeln reichten tief in den Boden, was sie „weniger sturmanfällig“ mache. Allerdings ist die Tanne laut Berufsjäger Andreas Thiermeyer eine „Delikatesse für das Wild“. Deshalb komme dem „optimalen Schalenwildmanagement eine entscheidende Rolle zu“, damit der Schutzwald richtig funktioniert. Das sei bereits bei „zwei Drittel der Sanierungsflächen“ der Fall. Deshalb hat der Minister kürzlich ein Forschungskonzept in Auftrag gegeben, das sich mit dem Ökosystem Bergwald befasst. 


Josef Hornsteiner

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