Bleibt hartnäckig: Robert Allmann.
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Bleibt hartnäckig: Robert Allmann.

Vorreiter sein, nicht hinterherhinken

Web-Angebot für Kinder und Familien: SPD stößt auf offene Ohren

Landkreis - Freizeitangebote, Informationen, Ausflugstipps - gebündelt, übersichtlich und modern aufbereitet: Ein solches Internet-Angebot würde  für den Landkreis soll  entwickelt werden. Das wünscht sich die SPD.

Robert Allmann vermisst sie, die internationalen Audio-Guides zum Beispiel. Oder QR-Codes an Sehenswürdigkeiten – schnelle Information in schnelllebigen Zeiten. „Die Gesellschaft ist im Wandel, und das Verhalten der Verbraucher ändert sich.“ Darauf sollten Tourismusdestinationen wie der Landkreis reagieren. Gerade für Gäste, Kinder und Familien. Im Namen der SPD-Fraktion reichte er deshalb einen Antrag an den Kreistag ein. Diesen erläuterte Allmann im Kreisausschuss – und stieß dort auf offene Ohren.

Demnach soll ein Internetangebot erarbeitet werden, das gebündelt Freizeitangebote, Ausflugstipps und andere wichtige Informationen als Ratgeber zur Freizeitgestaltung für diese Zielgruppe beinhaltet. Wie? Zum Beispiel mit einer App. „Das Smartphone ist das Gerät der Zukunft“, sagt der Garmisch-Partenkirchner deutlich. Wert legt er vor allem darauf, nicht in Gemeindegrenzen zu denken. Die Planungsregion 17, das Seefelder Plateau und das Außerfern in Tirol sollen miteinbezogen werden.

Von der Idee hält Sebastian Kramer, Wirtschaftsförderer des Landkreises und Geschäftsführer der Zugspitz Region, einiges. „Ich finde, das ist ein richtig guter Ansatz.“ Nur dürfe man nicht vergessen, welche Angebote schon vorhanden sind. Wie das „fantastische Kinderprogramm“ der Alpenwelt Karwendel. Oder die „enorme Palette“ des Kreisjugendrings, wie Vize-Landrat Dr. Michael Rapp (CSU) anfügte.

Dieser zauberte gleich noch einen Vorschlag aus dem Hut, der es in die Beschlussempfehlung für den Kreistag schaffte. Rapp, selbst Lehrer, brachte die Gymnasien ins Spiel. Ihm schwebt vor, dass Schüler in einem P-Seminar das webbasierte Tool ausarbeiten. „Damit beziehen wir die Jugend mit ein.“ Außerdem würde sich die Kostenfrage relativieren.

Wie teuer die Umsetzung des Vorhabens dem Kreis käme, dafür liegen noch keine Zahlen vor. Ob Zuschüsse seitens Euregio oder Leader zu erwarten sind, auch das muss erst noch geklärt werden. Trotzdem gab das Gremium schon mal einstimmig grünes Licht dafür, dass die Zugspitz Region prüft, inwieweit das SPD-Anliegen in die bestehende Plattform für Veranstaltungen und Einrichtungen eingebunden und ob ein P-Seminar damit betraut werden kann. Darüber entscheidet am Freitag, 14. Oktober,  ab 14 Uhr der Kreistag.

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