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So verläuft der Weg: Die 33 Kilometer lange Route erstreckt sich von Garmisch-Partenkirchen nach Murnau.

Förderung im Rahmen eines Bundeswettbewerbs 

Bewerbung für Radschnellweg entlang der Loisach läuft

Landkreis - Runde eins ist geschafft: Von 183 eingereichten Projekten kamen beim Bundeswettbewerb „Klimaschutz im Radverkehr“ 51 in die engere Auswahl. Darunter das Konzept des Landkreises. Dessen Inhalt: die Planung für einen durchgehenden Radweg zwischen Garmisch-Partenkirchen und Murnau.

Dass dieser Tag noch kommt, Welf Probst hatte fast nicht mehr daran geglaubt. Bereits im Mai 2011 hatte die Murnauer Freie-Wähler-Fraktion, der der Gemeinderat angehört, einen Antrag bei der ehemaligen Kreisentwicklungsgesellschaft (KEG) eingereicht, um einen „Loisachradweg“ zu installieren. Passiert ist nichts, die Enttäuschung war groß. „Damals scheiterte die Idee an der Finanzierung“, sagt Sebastian Kramer, Geschäftsführer der Zugspitz Region (früher KEG). Jetzt, gut fünf Jahre später, flammt das Thema wieder auf. Erstens, weil ein Radwegekonzept samt Beschilderung für den Landkreis entworfen wird. Zweitens, weil man auf den Bundeswettbewerb „Klimaschutz im Radverkehr“ gestoßen ist, der solche Vorhaben fördert.

Die erste Hürde für den geplanten Radschnellweg zwischen Garmisch-Partenkirchen und Murnau ist bereits genommen. Von 183 eingereichten Projekten kamen 51 in die engere Auswahl – darunter die Idee aus dem Landkreis Region. Im Juli traf die Nachricht bei der Zugspitz Region, die die Bewerbung koordiniert, ein. Kramer steht unter Zeitdruck. Denn bereits morgen läuft die Frist ab. Dann muss der Vollantrag beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit liegen. Unterstützung erhält er dabei vom Fraunhofer-Institut.

Entwicklung hängt vor allem von der Finanzierung ab

Die Pläne entwickeln sich stets weiter. Fix ist noch nichts. Doch inzwischen hat sich Kramer in vielen Gesprächen mit dem Wasserwirtschaftsamt und dem Naturschutz auf eine Trasse in dem sensiblen Gebiet einigen können, „mit der die sechs betroffenen Kommunen, die Pendler und die Behörden leben können“. Hauptsächlich führt die Strecke an der Loisach entlang. Für nostalgische Stellen, die zum Beispiel hochwassergefährdet sind, entwarf man kurze Ausweichrouten. An anderen Passagen geht’s auch mal durch den Ort und vorbei am Bahnhof.

Doch das Projekt steht und fällt mit dem Votum des Bundes und der Finanzierung. Die Gesamtkosten der Projektskizze belaufen sich auf etwa 2,4 Millionen Euro. Durch den Wettbewerb gibt’s eine 80-prozentige Förderquote, also etwa 1,7 Millionen Euro. Heißt, die betroffenen Kommunen – das sind Garmisch-Partenkirchen, Farchant, Oberau, Eschenlohe, Ohlstadt und Murnau – werden zur Kasse gebeten. Deren Eigenanteil: rund 709 000 Euro. Da das Vorhaben als Maßnahme für den Klimaschutz und für die Gesundheitsregion eingestuft ist, besteht allerdings die Möglichkeit, dass der Landkreis maximal 50 Prozent übernimmt und die Gemeinden finanziell entlastet. „Das wären etwa jeweils 118 000 Euro in den nächsten drei Jahren.“ Solange läuft das Projekt – von 2017 bis 2019. Das verdeutlichte Kramer bereits im Umweltausschuss des Kreistages. Die Entscheidung trifft am Ende der Kreistag.

Asphaltierung auf kompletter Strecke nicht möglich

Der Geschäftsführer und gleichzeitig Wirtschaftsförderer des Landkreises ist überzeugt von dem Konzept. „Das ist eine gute und wichtige Sache.“ Der Radweg soll einen Anreiz schaffen, vom Auto aufs Rad umzusatteln, gerade in puncto Arbeitsweg. „Es geht um den Alltagsverkehr“, sagt Kramer. Wie berichtet, hat die Firma Kern beispielsweise ihren Mitarbeitern 100 E-Bikes zur Verfügung gestellt. „Wir müssen jetzt die Infrastruktur dazu schaffen.“

Doch erste Bedenken wurden im Umweltausschuss schon geäußert. Wenn eine solche Strecke ausgebaut wird, dann soll sie doch bitte auch durchgehend asphaltiert sein, hieß es. Ein Ding der Unmöglichkeit in dem empfindlichen Gebiet. „Wenn es den Asphalt unterspült, liegen die Kosten für die Ausbesserungen gleich im sechsstelligen Bereich“, betonte Kramer damals. Von insgesamt 33 Kilometern seien in der Planung nur 3 nicht asphaltiert. „Das ist nicht schlecht bei so vielen sensiblen Flächen.“

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