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Freut sich auf die neue Aufgabe: Florian Hoffrohne ist mit Kind und Kegel ins Ammertal gezogen.

"Das Besondere ist die Vielseitigkeit"

Ammergauer Alpen: Neuer Chef vor aufregenden Jahren 

Ammertal - Sein Herz schlägt jetzt schon für seine neue Heimat: Der neue Ammergauer-Alpen-Chef Florian Hoffrohne opfert seine Freizeit, um die Gegend kennenzulernen. Auf ihn warten spannende Aufgaben. 

Wenn man so will, hätte es für Florian Hoffrohne keinen besseren Zeitpunkt geben können, ins Ammertal zu kommen. In diesen Monaten werden wichtige Entscheidungen getroffen und damit die Weichen für die Passion 2020 in Oberammergau gestellt. Außerdem laufen hinter den Kulissen die Vorbereitungen für die Landesausstellung 2018 in Ettal bereits auf Hochtouren. Zwei Großereignisse, nach denen sich jeder Touristiker die Finger lecken würde. Auf den neuen Chef der Ammergauer Alpen warten also gleich spannende Aufgaben.

„Das wird richtig interessant“, ist sich der 41-Jährige sicher. Er stellt aber auch klar: Der Fokus wird in den nächsten Jahren trotzdem nicht nur auf den beiden Orten liegen. Die To-do-Liste, an der er seit seinem Amtsantritt am 1. August arbeitet, umfasst alle Dörfer in seiner Talschaft. „Das Besondere ist ja die Vielseitigkeit.“ Denn mit Bad Bayersoien und Bad Kohlgrub verfügt das Ammertal zudem über zwei Kurorte. Letzterer ist gerade dabei, sich neu aufzustellen. Und dann gibt es mit Unterammergau und Saulgrub zwei urige Dörfer, die einen ganz eigenen Charakter haben. „In unserer Region sind so viele Dinge auf engstem Raum“, sagt er auch mit Blick auf das Kloster und Schloss Linderhof.

Viel seiner Freizeit nimmt Hoffrohne nun dafür her, alles ganz genau kennenzulernen – an seiner Seite ist dabei die ganze Familie. Der gebürtige Augsburger ist mit seiner Frau und seinen drei Kindern von Bad Feilnbach nahe Rosenheim, wo er seit 2010 Kurdirektor war, nach Unterammergau gezogen. Wenn schon eine große Veränderung im Leben, dann richtig – lautet seine Devise. Zumal der neue Wohnsitz privat einen großen Vorteil birgt: Die Eltern seiner Frau leben in Trauchgau jetzt nur 20 Minuten entfernt.

Geplant sei das alles nicht gewesen, betont er. Aber der Zeitpunkt war eben genau richtig. Als er dann davon erfahren hat, dass sein Vorgänger Christian Loth Neues plant, wollte er die Chance nutzen. „Auch wenn das für viele eine Überraschung war.“

Wie berichtet, konnte er sich Anfang des Jahres gegen 40 Mitbewerber durchsetzen. Auch weil er sich mit den sechs Ammertal-Bürgermeistern auf Anhieb sympathisch war. Mit ihnen hat er sich in den vergangenen Wochen zu Antrittsgesprächen getroffen. Nun geht es darum, die Leistungsträger – also die Gastgeber im Ammertal – kennenzulernen. Viele neue Gesichter.

„Und dann ist da natürlich noch das eigene Unternehmen.“ Hoffrohne ist Chef von 22 Mitarbeitern, viele davon in Teilzeit. Auch mit ihnen gibt es viele Gespräche. Der Terminkalender ist prall gefüllt. Wobei das Feld, das er übernimmt, grundsätzlich in den vergangenen Jahren gut bestellt worden ist: Viele Betriebe sind inzwischen zertifiziert und online erreichbar, die Region ist Teil des Königscard-Angebots, es gibt Kooperationen im öffentlichen Nahverkehr, die Kommunen bauen ihren freien Internet-Zugang aus, die Homepage der Ammergauer Alpen wurde überarbeitet, die eigene Marke etabliert. „Es gibt trotzdem noch viele Ideen“, sagt Hoffrohne mit einem Lächeln. Schließlich steht ja auch noch große Projekt „Naturpark“ in den Startlöchern. Bislang ist das Grüne Licht aus München ausgeblieben, vielmehr waren Nachbesserungen am Entwicklungsplan nötig. Wann der Park aus der Taufe gehoben wird, steht weiterhin nicht fest. Wichtiger als der Termin sei eh die Zeit danach. „Dann geht es darum, alles mit Leben zu füllen.“ Noch eine spannende Aufgabe, auf die sich Hoffrohne freut.

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