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Generationen Hand in Hand: (v. l.) Jakob Neubauer mit Tochter Bernadette, Taferlmadl Elisabeth Brandner und Stefan Weineisen mit Sohn Jakob beim verregneten Festzug durch den Obermarkt.

Mittenwald feiert seine Kolpingsfamilie

100 Jahre Kolpingsfamilie: Fest der Generationen

Mittenwald - Die Mittenwalder haben am Wochenende ihre Kolpingsfamilie gefeiert. Der Traditionsverein blickt auf 100 abwechslungsreiche Jahre zurück. 

Die Kolpingsfamilie Mittenwald geht mit der Zeit. Das hat am Wochenende das Fest der Generationen gezeigt. Alt und Jung, Klein und Groß feierten das 100-jährige Jubiläum des Traditionsverbundes, der wie kein anderer alle Gesellschaftsschichten abbildet.

„Als Gesellenverein gegründet, ist unser Vereinsleben von vielen geselligen Veranstaltungen geprägt. Wichtig für uns ist dabei der breit gefächerte Bildungsauftrag“, untermauerte Vorsitzender Hermann Hornsteiner bei seiner Rede in der vollbesetzten TSV-Halle. Wichtige Eckpunkte belegen dies: die Fahnenweihe 1923, die Grenzlandtreffen 1956 und 1966, die erste Aufnahme von Frauen 1974, die Einweihung des Kolpingheims im Mai 1981 oder die Aktivitäten der Kolpingjugend mit ihren 40 Mitgliedern.

100 Jahre Kolpingsfamilie Mittenwald: Bilder von der Feier

Mit einer launigen Rückschau gratulierte die Bezirksvorsitzende Vroni Bartl. Sie würdigte beispielsweise die von Kolping über sieben Millionen Tonnen gesammeltes Altpapier und Altkleider und die vielen zukunftsweisenden politischen und gesellschaftlichen Entscheidungen. „Eure Teilnahme an Kirchenfesten, Euren Mut, Glauben aber auch die Begleitung der Jugend auf ihrem Weg in die Zukunft gefällt mir.“ In diesem Zusammenhang sollte auch das Engagement des Kolpingvereins bei der Integration der Flüchtlingsfamilien genannt werden. Praktizierte christliche Nächstenliebe – das hätte Gründervater Adolph Kolping (1813 bis 1865) sicher gefallen.

Bürgermeister Adolf Hornsteiner erinnerte an 100 Jahre bewegte Zeiten. „Als nach dem Krieg ein Menschenleben nichts wert war, war es wichtiger denn je, hier in Mittenwald auch im 21. Jahrhundert noch eine solche Kolpingsfamilie zu besitzen“, merkte der Rathauschef an. „Sie verfolgen und erreichen Ihre vorgegebenen Zielvorstellungen zum Wohle der Allgemeinheit.“

Vom Kolpingwerk-Diözesanverband München und Freising gratulierten der Landespräses von Bayern, Monsignore Christoph Huber, und dessen Stellvertreter Heinz Diehl. „100 Jahre sind etwas Besonderes. Kolping in Mittenwald steht für tolle Zusammen- und Mitarbeit“, hob Diehl hervor und überreichte eine Urkunde vom Kolpingwerk Deutschland.

Nach einem Geschenk des Patenvereins Partenkirchen gratulierte im Namen aller Ortsgruppierungen Georg Jungkunz von den Veteranen.

Nachdem Georg Brennauer junior, Renate Hofbauer und Georg Sailer mit G’stanzln 100 Jahre Kolping Revue passieren ließen, wurde Hugo Weineisen zum Ehrenmitglied ernannt (Bericht folgt). Eingeläutet hatte man am Samstag das Jubiläum mit einem von der Musikkapelle Mittenwald angeführten Festzug zur Pfarrkirche. Den Gottesdienst – musikalisch umrahmt vom Kolpingchor und den Bläsern der Musikkapelle mit der Schubert-Messe – zelebrierten Pfarrer Michael Wehrsdorf und Vikar Dr. Gerald Njoku. Sie weihten danach gemeinsam mit ihrem evangelischen Kollegen Wolfgang Scheel den von der Kolpingsfamilie sanierten gleichnamigen Weg ein. „Vom Bieslerweg zur Prachtallee“, brachte es Wehrsdorf auf den Punkt und die Zuschauer zum Schmunzeln.

Das Jubiläum hatte die Kolpingsfamilie bereits am Freitag auf dem von ihr frisch renovierten Spielplatz im Ried mit einem Kinderfest eingeläutet. Büchsenwerfen, eine Tombola, Basteln von Wurfbällen und Windrädern, Kinderschminken und der Zauberer Magnus (Manfred Asal) sorgten für Begeisterung.

Am Freitagabend wurde am Kolpingkreuz bei einer von Wehrsdorf zelebrierten Gedenkfeier mit einer Kranzniederlegung der verstorbenen Mitgliedern gedacht. Bei allen Feierlichkeiten – die Kolpingsfamilie hat ihren sozialen Auftrag nicht vergessen. „Die Kirchenkollekte von 720 Euro wird an unsere Brüder in Ecuador weitergeleitet“, versicherte Vorsitzender Hornsteiner. „Mit Mut und Gottvertrauen werden wir auch die nächsten 100 Jahre im Sinne von Adolph Kolping weiterführen.“

Wolfgang Kunz

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