+
Den Tourismus in der Alpenwelt Karwendel voranzutreiben, ist das gemeinsame Ziel der GmbH und der drei Touristikvereine in Mittenwald, Krün und Wallgau. Letztere finden: Der Dialog sollte verbessert werden. 

Touristikvereine wünschen sich mehr Mitspracherecht

Zusammenarbeit mit Alpenwelt Karwendel könnte besser laufen

Oberes Isartal - Die Zusammenarbeit mit der Alpenwelt Karwendel läuft gut, könnte aber besser sein. So empfinden das die Touristikvereine aus den drei Isartaler Gemeinden. Deren Vertreter wünschen sich mehr Mitspracherecht. 

Sie sehen sich als ein großes Ganzes. Drei Gemeinden, drei Touristikvereine, eine Gemeinschaft. Sie alle haben ein Interesse: den Tourismus stärken und somit Gäste anlocken. „Es geht uns um das Wohl des Tales“, sagt Rosmarie Pfeffer, Vorsitzende des Krüner Vereins. Die Zusammenarbeit unter den dreien läuft wie geschmiert. Sie helfen sich gegenseitig bei Veranstaltungen, tauschen sich aus. Verbesserungspotenzial sehen die Vorsitzenden allerdings im Dialog mit der Alpenwelt Karwendel.

Die Touristikvereine aus Mittenwald, Krün und Wallgau beklagen, an Entscheidungsfindungsprozessen zu wenig beteiligt zu werden. Sie wünschen sich mehr Mitspracherecht. „Wir alle sind schließlich direkt oder indirekt vom Erfolg oder Misserfolg der Alpenwelt Karwendel GmbH abhängig“, heißt es in einem gemeinsamen Schreiben des Krüner und Wallgauer Vereins. Mittenwalds Vorsitzender Michael Liebl stehe ebenfalls dahinter, so Pfeffer.

„Wir haben immer eine Meinung“

Die Organisationen wollen mitreden. „Wir haben immer eine Meinung“, macht Pfeffer deutlich. Doch seit die Steuerungsgruppe der drei Kommunen aufgelöst und die GmbH gegründet wurde, besitzen sie „weder Informations- noch Rederecht geschweige denn Stimmrecht in den Entscheidungsgremien der Alpenwelt Karwendel“. Ein Manko finden die Vereine, das durch einen touristischen Beirat behoben werden könnte – sozusagen als Verbindungsglied. Der Vorschlag wurde bisher stets abgelehnt, aus zwei Gründen. Erstens wollte man die Struktur entschlacken, zweitens fehlte Wallgau ein funktionierender Touristikverein und man wollte keinen Ort benachteiligen. Letzteres Argument zählt nun nicht mehr. „Wallgau aktiv“ tritt nun auch als ein solcher Verein auf. „Das haben wir vor sechs Wochen in unserer Sitzung beschlossen“, sagt Gemeinderätin und Vorsitzende Vroni Stelzl. Die Satzung habe einen entsprechenden Passus enthalten. „Jetzt gibt es die Chance – und wir meinen die unbedingte Notwendigkeit – der fehlenden Interessensvertretung von Leistungsträgern, Hoteliers und Vermietern in der Alpenwelt Karwendel endlich Gehör zu verschaffen“, teilen Pfeffer, Stelzl und Co. in dem Schreiben ans Tagblatt mit. Es dürfe nicht sein, dass deren Wissen, Erfahrung und Sicht der Dinge weiterhin nur nach subjektivem Bedarf nachgefragt oder gänzlich ignoriert werde.

Kritik am Konstrukt

Sätze, in denen Frust und Unzufriedenheit stecken, die aber kein Frontalangriff auf die Alpenwelt-Geschäftsführerin Sabrina Blandau sein sollen. „Das ist nichts gegen sie, sondern gegen das Konstrukt.“ Die Vereine wissen ihr Engagement durchaus zu schätzen. „Wir wollen ja, dass sie sagt, wo der Weg hingeht, aber sie soll uns mit ins Boot holen“, betont Pfeffer. Stelzl stimmt dem zu 100 Prozent zu und ergänzt: „Ein kleiner Fluss wäre gut und eine Bereicherung für die Alpenwelt Karwendel.“

Die Kritik kommt für die Geschäftsführerin überraschend. „Ich finde, die Zusammenarbeit läuft gut“, rechtfertigt sie sich. Auf regen Austausch legt sie Wert, auch darauf, dass alle auf Augenhöhe miteinander arbeiten. Deshalb hält sie es nicht für nötig, an der bestehenden Struktur – im Aufsichtsrat sitzen Gemeinderäte der jeweiligen Orte als Vertreter der Meinung der Bevölkerung – etwas zu ändern. „Ich hoffe, wir können so weitermachen.“

Eine Ansicht, die nicht nach dem Geschmack der Touristikvereine sein dürfte. Sie wollen den Ist-Zustand optimieren. Die Zusammenarbeit mit der Alpenwelt Karwendel sei Stelzl zufolge wie ein Baby, das man erziehen muss. Mit einem großen gemeinsamen Ziel: „Wir müssen miteinander wachsen."

Auch interessant

<center>Wiesn Editionskrug Nr.1 "Gronemeyer-Schilz" 0,5l</center>

Wiesn Editionskrug Nr.1 "Gronemeyer-Schilz" 0,5l

Wiesn Editionskrug Nr.1 "Gronemeyer-Schilz" 0,5l
<center>Höfer1 - Pinot Sekt brut 0,75 l</center>

Höfer1 - Pinot Sekt brut 0,75 l

Höfer1 - Pinot Sekt brut 0,75 l
<center>Schokoladen-Set "Alles Liebe" zum Selbermachen</center>

Schokoladen-Set "Alles Liebe" zum Selbermachen

Schokoladen-Set "Alles Liebe" zum Selbermachen
<center>Schokoladen-Set zum Selbermachen</center>

Schokoladen-Set zum Selbermachen

Schokoladen-Set zum Selbermachen

Meistgelesene Artikel

G7-Gipfel: Wie ein Polit-Thriller

Mittenwald – Fabian Rössler und Peter Reindl waren die stillen Beobachter und Begleiter des G7-Gipfels. Mit der Veröffentlichung ihres Buchs kommt nun ans Licht, …
G7-Gipfel: Wie ein Polit-Thriller

Hallenbad in Mittenwald: Ratsbegehren auf den Weg gebracht

Mittenwald - Nun haben es die Mittenwalder in der Hand, ob ein neues Hallenbad errichtet wird. Nach dem Bürgerbegehren gab der Marktgemeinderat am Donnerstag in einer …
Hallenbad in Mittenwald: Ratsbegehren auf den Weg gebracht

Schlagabtausch in der TSV-Halle

Mittenwald  - Hallenbad ja oder nein? Diese Frage besitzt in Mittenwald enorme Sprengkraft. Auf beiden Seiten sammeln sich die Bataillone und munitionieren auf. 
Schlagabtausch in der TSV-Halle

„Bilderbuch-Sprengung“ an der Rainlähne

Mittenwald - Spektakulär und nicht gerade ungefährlich: 3500 Kubikmeter Fels mussten bei der Lawinenschutzverbauung an der Rainlähne bei Mittenwald weggesprengt werden.
„Bilderbuch-Sprengung“ an der Rainlähne

Kommentare