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Auf Du und Du: (v. l.) Der Mittenwalder Geigenbauer Toni Sprenger und der Berliner Ex-Rapper Oli P. verstehen sich prächtig. Der Spaß beim Werkstatt-Dreh ist ihnen förmlich ins Gesicht geschrieben. 

Mittenwalder lernt Ex-Rapper kennen

Abgedreht: Oli P. auf Werkstatt-Besuch

Mittenwald - Hoher Besuch im Isartal:  Der bekannter Ex-Rapper Oliver Petszokat dreht mit dem Mittenwalder Geigenbauer Anton Sprenger. Gesendet wird der Ausschnitt im Rahmen des ZDF-Fernsehgartens in Garmisch-Partenkirchen. 

Es kommt nicht alle Tage vor, dass ein preisgekrönter Musiker und Fernsehstar vor der Tür steht. Und Oli P. alias Oliver Petszokat kam nicht alleine in die Werkstatt des Mittenwalder Geigenbauers Anton Sprenger: Im Schlepptau hatte der bekannte TV-Moderator und Schauspieler (“Gute Zeiten, schlechte Zeiten“) einen Tross von etwa zehn Mitarbeitern.

Das Team rückte natürlich nicht grundlos an: Für den ZDF-Fernsehgarten, der am 18. Dezember live aus Garmisch-Partenkirchen gesendet wird, wurde ein Beitrag zum Thema heimisches Handwerk aufgezeichnet. Und die Chemie zwischen den beiden Protagonisten stimmte von Anfang an. „Der war so nett, entspannt und super professionell“, schwärmt Sprenger über das Zusammentreffen eines waschechten Bayern mit dem prominenten Preußen aus Berlin.

Auf Du und Du mit Oli P. 

Im Nu hatte das ZDF-Team drei Kameras in der kleinen Werkstatt im Ortsteil Gries aufgebaut. Als der Ton passte und der Drehort entsprechend ausgeleuchtet war, konnte es losgehen. „Manchmal kommt man sich vor wie ein Märchenerzähler“, findet Sprenger, den unterm Karwendel alle nur den „Schmid-Toni“ rufen. Denn der 47-jährige Mittenwalder darf getrost als Ur-Einheimischer bezeichnet werden – mit einer langen Geigenbauer-Tradition. Sprengers Vorfahre ist kein Geringerer als Mathias Klotz (1653 bis 1743), der legendäre Begründer dieser weltweit beachteten Handwerkskunst. Aus dem Kreis dieses Clans wurde sogar eine Violine gefertigt, die Komponisten-Genie Wolfgang Amadeus Mozart zu Weltruhm verhalf. „Als ich das erzählte, haben alle große Augen gekriegt“, erzählt Sprenger. Auch Oli P., der in erster Linie mit Rap-Versionen (Grönemeyers „Flugzeuge im Bauch“) Kasse gemacht hatte, gefiel der Exkurs ins traditionell-klassische Genre. Sein Interviewpartner glaubt sogar, „dass es ihm saugut gefallen hat“.

Nach gerade mal 45 Minuten war alles im Kasten, Sprenger und die TV-Leute hochzufrieden. Schon vor den Dreharbeiten bot der jüngere Oli P. (38) dem älteren Mittenwalder das Du an. Was dieser nur allzu gerne annahm. Auf Sprengers Kinder Korbinian (16) und Elisabeth (20) machte es jedenfalls mächtig Eindruck, dass der Papa jetzt einen Rapper als Spezl hat.

Christof Schnürer 

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