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Positive Nachrichten vom Staffelseebus

Schwaigens Zukunftsprojekte

Schwaigen - Er will in seiner Gemeinde etwas voranbringen: Bürgermeister Georg Mangold stellte bei der Bürgerversammlung Ideen für die Zukunft vor  - wie den geplanten Dorfladen und Verkehrsberuhigung im Zentrum.

Bürgermeister Hubert Mangold denkt ganzheitlich. Die aktuellen Projekte in Grafenaschau sieht er nicht als einzelne, jeweils für sich stehende Vorhaben, sondern als ein Gesamtkonzept. Hierzu zählen unter anderem der geplante Dorfladen, die Verkehrsberuhigung im Ortszentrum, die Anbindung an Murnau und Seehausen durch den Staffelseebus und die weitere Entwicklung des Lindenhofs. Dies wurde einmal mehr bei der Bürgerversammlung der rund 600 Einwohner starken Gemeinde Schwaigen deutlich, zu der rund 60 Bürger den Weg ins neue Mehrzweckhaus gefunden hatten.

Zufrieden zeigte sich der Gemeindechef mit dem Rücklauf der Fragebögen, die die Meinung der Bevölkerung zum Dorfladen erkunden sollten: Aus Grafenaschau waren 72 Prozent ins Rathaus zurückgekommen, aus Schwaigen immerhin 54 Prozent. „Das halte ich für ein gutes Ergebnis“, meinte Mangold. Insbesondere wünschten sich die Befragten als Angebot im künftigen Laden Kaffee und Kuchen, eine warme Theke und Brotzeiten: „Auch ein Lieferdienst wurde vorgeschlagen.“

Positives wusste er vom Staffelseebus zu vermelden, der immer besser angenommen werde. Zurzeit nutzten täglich zwischen 35 und 65 Personen das Beförderungsangebot – zu einem Durchschnittspreis von 1,80 Euro. Der Bus sei für Alte, Junge, Schüler und Touristen gleichermaßen attraktiv. „Als wichtiger Faktor hat sich die Schülerbeförderung herausgestellt“, erklärte Mangold. Jährlich koste der Bus den Kreis rund 53 000 Euro – abzüglich der Ticketeinnahmen. „Im Juli begrüßen wir den 5000. Fahrgast, der ein Geschenk bekommt“, kündigte der der Bürgermeister an. „Also, fahrt’s mit dem Bus.“

Mit der Unterzeichnung des Vetrags bei der Ammer-Loisach Energie GmbH sei die Gemeinde Schwaigen nunmehr Gesellschafter des Stromerzeugers, so Mangold. Sobald der Vertrag mit der Eon 2018 auslaufe, werde die Gemeinde mit Strom aus der Region für die Region versorgt: „Und wir sparen uns eine Menge Stromkosten“, freute sich Mangold.

Noch nichts Neues gibt es nach seinen Worten zum Thema Lindenhof, das bisher als Seniorenheim genutzt wird. „Die Betreiber, die Innere Mission, zieht sich 2018 zurück, weiß aber noch nicht, was dann mit der Einrichtung geschieht.“ Allerdings besitze die Gemeinde die Planungshoheit über das Areal und wolle keine Nutzungsänderung: „Wir wollen dort kein Baugebiet“, trat der Rathauschef anders lautenden Vermutungen entgegen.

Zu schaffen gemacht habe der Gemeinde ein Erdrutsch im Gemeindewald bei Schwaigen, wo zwölf Hektar Fläche in Bewegung gekommen seien. Weitere Themen waren unter anderem die Erschließung des Stroblhofwegs („Da wird ein Niederschlagswasser-Beseitigungskonzept erstellt, das wird noch etwas dauern“) und die Verkehrsberuhigung im Ortszentrum, wo nahe der Lindenhofkurve zwei Überwege für Schüler entstehen sollen. Auch kündigte Mangold für den 22. Juli eine Bilderschau mit historischen Fotografien aus den Bereichen Glashütte, Holz und Landwirtschaft im Mehrzweckhaus an. Beginn ist um 19.30 Uhr.

Heino Herpen

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