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Bericht des Rathauschefs: Christian Scheuerer (am Pult) informiert im Postsaal über aktuelle Themen. Rund 100 Ohlstädter kommen zur Bürgerversammlung.

Bürgerversammlung in Ohlstadt

Einheimischen-modell: Bezahlbarer Grund für 25 Häuser

Ohlstadt - Das geplante Einheimischenmodell in Ohlstadt nimmt allmählich Gestalt an. Rathauschef Christian Scheuerer stellte auf der Bürgerversammlung Details vor.

Wohnraum, Gewerbeflächen und eine zusätzliche Einkaufsmöglichkeit schaffen – dies sind drei große Projekte in Ohlstadt. Rathauschef Christian Scheuerer (parteifrei) informierte jetzt anlässlich der Bürgerversammlung im Postsaal über den aktuellen Stand der Dinge.

Zunächst zum Einheimischenmodell an der Waxensteinstraße: Hierzu liegt der Bebauungsplan von Anfang Mai bis Anfang Juni öffentlich aus. „Es kann sich jeder dazu äußern“, betonte der Bürgermeister. Behörden, Verbände und Privatleute sind aufgerufen, Anregungen und Bedenken vorzubringen. Im Herbst/Winter, so Scheuerers Hoffnung, könnte das Regelwerk rechtskräftig sein. In dem Neubaugebiet werden etwa 25 Häuser entstehen. Das Rathaus hat 50 Bewerbungen vorliegen. Um die Problematik mit Oberflächenwasser in den Griff zu bekommen, wurden im Februar Bodenproben entnommen. Vor Kurzem legte der Gemeinderat die Kriterien fest, nach denen die Parzellen vergeben werden. Das Einheimischenmodell schlägt sich auch deutlich im diesjährigen Haushalt nieder. Und zwar mit Ausgaben von insgesamt rund 1,35 Millionen Euro für Grunderwerb, Planung und Erschließung. „Das gilt es erst einmal zu stemmen“, so Scheuerer. Durch den Verkauf der Parzellen bekommt die Kommune das Geld aber zurück. Ein Grundstück veräußert sie nicht. Der Grund: Die Gemeinde erwägt, dort vier Mietwohnungen zu schaffen. Solche gebe es in Ohlstadt so gut wie nicht. „Wenn doch, dann sind sie sehr teuer.“ Zuvor will die Kommune aber auf der Fläche, wo das marode Armenhaus steht (Am Dorfbach 11), einen Neubau hinstellen, um Wohnraum zu schaffen.

In Sachen Gewerbegebiet Mühlmoos lagen bis vergangene Woche die Planunterlagen zum dritten Mal aus. Am 12. Mai will Scheuerer den Bebauungsplan endgültig beschließen. Im Moment werde ein städtebaulicher Vertrag entworfen, der zwischen den Grundeigentümern und der Gemeinde Ohlstadt geschlossen werden soll. „Wir sind verhältnismäßig weit“, betonte der Bürgermeister. Gewerbetreibende warten bekanntlich seit Jahren darauf, loslegen zu können. Scheuerer sprach von einer „unendlichen Geschichte“.

In puncto Einkaufsmarkt, der am Josefplatz gebaut werden soll, hielt sich Scheuerer relativ bedeckt. „Es laufen Vertragsverhandlungen, bei denen die Gemeinde außen vor ist.“ Wann der Supermarkt errichtet wird und welcher Konzern zum Zug kommt, wisse er nicht. Aber: „Es springt keiner mehr ab. Der Einkaufsmarkt wird kommen.“ Mehr könne er derzeit nicht sagen. Ein Gutachter hatte zuletzt die Ansiedlung eines zusätzlichen Lebensmittelmarktes bis zu einer Größe von rund 800 Quadratmetern als städtebaulich verträglich eingestuft. Bei einem Bürgerentscheid hatten sich die Ohlstädter im vergangenen Jahr deutlich für einen Supermarkt ausgesprochen. 

Die Sanierung des Schwimmbadgebäudes verzögert sich unterdessen. „Die Zahlen haben uns etwas überrollt“, berichtete der Rathauschef. Zunächst stand eine Summe von 450 000 Euro im Raum. Doch sie erhöhte sich auf 650 000 Euro. Daher habe der Gemeinderat beschlossen, die Notbremse zu ziehen. Nun will sich das Gremium im Rahmen einer Klausurtagung mit der Sache befassen. Eins stellte Scheuerer klar: Eine Schließung stehe nicht zur Debatte. Die Gemeinde wolle das Bad attraktiver machen und erhalten.

Roland Lory

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