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Gefährlich: Die Gräben im Weiler Tafertshofen, nordwestlich von Uffing, überspülten eine Zufahrtsstraße. Die Feuerwehr musste die Gebäude mit Sandsäcken und mobilen Schutzelementen absichern.

Starkregen im Landkreis

Hochwasser: Uffing kommt glimpflich davon

Uffing - Der Dauerregen ging auch am Landkreis Garmisch-Partenkirchen nicht spurlos vorüber. Die Gemeinde Uffing wurde vom Hochwasser heimgesucht. Der Schaden hält sich jedoch dank des beherzten Eingreifens der Feuerwehren in Grenzen.

Am späten Donnerstagnachmittag konnten der zuständige Kreisbrandmeister und Einsatzleiter Andreas Weiß (Schöffau) sowie Uffings Bürgermeister Rupert Wintermeier aufatmen. Der Starkregen – Schätzungen zufolge waren innerhalb von 24 Stunden zirka 80 Liter pro Quadratmeter gefallen – ließ nach, die vom Hochwasser bedrohten Standorte, vor allem in den Außenbereichen des Dorfes, waren gesichert. Das Wichtigste: Niemand wurde verletzt. Im Vergleich etwa zu Polling war Uffing mit einem blauen Auge davongekommen.

Die Wassermassen hatten die Ach und die Gräben am Vormittag übertreten lassen, gegen 11 Uhr wurde der erste Alarm ausgelöst. Danach ging es für die Einsatzkräfte Schlag auf Schlag. Es mussten mehrere vollgelaufene Keller, Kanäle und Mulden ausgepumpt, Ufer und kritische Stellen mit Sandsäcken und mobilen Schutzelementen gesichert werden. Insgesamt waren rund 100 Mann mit zirka 20 Fahrzeugen von zwölf Wehren im Einsatz, die hauptsächlich aus dem Landkreis, aber auch beispielsweise bis aus Peißenberg angerückt waren.

Besondere Brennpunkte waren das Viertel östlich des Bahnhofs, wo die Kanalisation den Wassermassen nicht mehr Herr wurde, teilweise wurde das überschüssige Nass auch mit Tragkraftspritzen aus dem Wohnbereich gepumpt. An der Hechenrainer Straße wurde ein Wohnhaus mit Sandsäcken von der Ach, die sich zu einem reißenden Fluss entwickelt hatte, bewahrt. Ebenso musste ein Anwesen im Ortsteil Tafertshofen, das gleich von zwei überlaufenden Gräben bedroht wurde, ebenfalls mit Barrieren geschützt werden.

Einsatzleiter Andreas Weiß, der mit seinen Kameraden die Arbeiten der Wehren vom Uffinger Feuerwehrhaus aus koordiniert hatte, ist erleichtert: „Es ist alles gut abgelaufen.“ Man habe rechtzeitig reagiert und die Probleme Zug um Zug abgearbeitet. Er könne zwar den entstandenen Sachschaden noch nicht schätzen, aber dieser dürfte nicht allzu dramatisch ausgefallen sein.

 Turbulent ging es im Edeka-Markt von Wolfgang Mayr zu. Die Wassermassen drückten an einer Seite des Gebäudes durch die Wand. Mayr und sein Team reagierten schnell und beseitigten mit einer Putzmaschine das Wasser am Boden, bevor es sich im Geschäft verteilen konnte. Im Außenbereich war die Anlieferzone überschwemmt, große Altpapierbündel sogen sich voll, die Feuerwehr musste abpumpen. Der Betrieb ging trotz alledem ganz normal weiter.

An ein Hochwasser in dieser Größenordnung kann sich Rathauschef Wintermeier nicht erinnern. Lediglich vor sechs Jahren hatte es einmal einen derart heftigen Wolkenbruch gegeben, dass die damals in Uffing versammelten Bürgermeister der Blaues-Land-Gemeinden die Sitzung unterbrachen, um daheim nach dem Rechten sehen zu können, erinnert sich Wintermeier.

as, sp, her

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