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Geplanter Standort: Im Bereich zwischen Kocheler und Kleinweiler Straße sollen die Wohnhäuser errichtet werden.

Zahlreiche Baugebiete 

Neuer Wohnraum mitten im Dorf

Großweil - Ein Investor will in Großweil Wohnraum im größeren Stil schaffen. Er plant, im Zentrum vier Häuser mit insgesamt 14 Einheiten zu errichten. Die alten Gebäude auf dem Grundstück sollen abgerissen werden.

Die Gemeinde Großweil geht bei Neubaugebieten mit gutem Beispiel und großen Schritten voran. An der Jochbergstraße und im Bereich des Angerwegs wurden Flächen ausgewiesen. Zudem will es die Kommune im Ortsteil Zell ermöglichen, auf freien Flächen zu bauen. Jetzt soll auch mitten im Ort neuer Wohnraum in erheblichem Umfang entstehen.

Ein Investor aus Oberhaching will zwischen der Kocheler Straße (Höhe Rathaus) und der neuen St.-Georgs-Kirche vier Häuser errichten. Insgesamt sollen es 14 Wohneinheiten werden. Der Gemeinderat hatte jetzt eine Bauvoranfrage des Immobilienunternehmens Albert Schöberl CSR vorliegen und befürwortete diese einstimmig. Die vorhandenen Gebäude auf der etwa 3500 Quadratmeter großen Fläche sollen abgerissen werden. Unter anderem befindet sich dort eine Autowerkstatt. Auch eine Tiefgarage ist geplant. Sie soll 28 Stellplätze haben, die Einfahrt ist von der Kleinweiler Straße her vorgesehen. Wärme soll nach gegenwärtiger Planung ein Blockheizkraftwerk mit Pellets liefern.

„Es gibt öffentliche Gebäude, die man mit einer gemeinsamen Heizung versorgen könnte“, warf Ratsmitglied Karl Steingruber (Freie Wählergemeinschaft) ein. Schöberl, der anwesend war, zeigte sich einem solchen Nahwärme-Projekt nicht abgeneigt. Die Heizungen im Rathaus und in der Schule leiden nach Angaben von Bürgermeister Manfred Sporer (CSU/Bürgerliste) allerdings „noch nicht an Altersschwäche. Doch sie werden früher oder später in die Jahre kommen“. Dann wäre ein solches Nahwärmenetz für ihn eine „Option“.

Die Wohnungen, wenn sie mal gebaut sind, will Schöberl verkaufen. Ob dabei Großweiler bevorzugt behandelt werden können, wie Steingruber vorschlug, wird sich zeigen. Ohnehin sind noch einige Punkte zu klären. So hat das Landratsamt Garmisch-Partenkirchen denkmalschutzrechtliche Aspekte zu prüfen. Schließlich steht die Kirche in der Nähe. Auch Fragen, die mit dem Immissionsschutz (Lärm, Abgase) zusammenhängen, hat die Kreisbehörde zu behandeln. Einfahrt- und Zugangsbereiche müssen mit dem Staatlichen Bauamt Weilheim abgestimmt werden. Wasser- und Kanalanschlüsse sind vorhanden. An der Kocheler Straße sollen drei öffentliche Längsparkplätze entstehen.

Die Gemeinderäte stimmten der Voranfrage zu, nachdem sie länger über die genaue Positionierung der vier Gebäude verhandelt hatten. Sporer gefällt das Projekt. Denn die alten und gebrauchten Autos, die aktuell in dem Bereich stehen, böten kein einladendes Bild. „Dort will man nicht unbedingt verweilen.“ Das Gremium hatte sich bereits im Sommer mit der Thematik auseinandergesetzt. Damals waren noch Reihenhäuser geplant gewesen. So etwas entspreche aber nicht dem „dörflichen Charakter“, sagte Sporer dem Tagblatt. „Es war klar, dass Reihenhäuser dort nicht reinpassen.“ Der Antrag war zurückgestellt und eine Ortsbesichtigung angesetzt worden, die auch stattfand. Als nächster Schritt im Verfahren folgt der Antrag auf Vorbescheid.

Roland Lory

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