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Träumen von einer gemeinsamen Zukunft in Amerika: Natascha Heimes als Mathilde, die den Rebellen Mathias Kneißl (Max Pfnür) liebt. 

Gebürtige Murnauerin in einer tragischen Rolle

Eine dramatische Liebe mit dem Räuber Kneißl

Garmisch-Partenkirchen: Es ist ein Erfolgsstück, das vom Räuber Kneißl: Bei der Kultursommer-Inszenierung wirkt  Natascha Heimes, die in Murnau aufwuchs, mit. Sie spielt die Freundin des Rebellen.

„Ich habe mich sehr über die Rolle gefreut“, sagt Natascha Heimes. In dem Theaterstück „Räuber Kneißl“, das zurzeit im Rahmen des Garmisch-Partenkirchner Kultursommers aufgeführt wird, spielt die gebürtige Starnbergerin, die in Murnau aufwuchs, die Geliebte des Protagonisten. Mathilde liebt den Rebellen Mathias Kneißl, der ein Wilderer und Räuber war und zum Volkshelden der Bayern wurde. Besonders beliebt machte ihn sein Katz- und Mausspiel mit der Staatsmacht. Verletzt verhaftet, wurde er im Gefängnis gesund gepflegt. Nach seiner Verurteilung wegen Mordes starb er im Alter von 26 Jahren durch das Fallbeil.

 „Für Mathilde war das hochdramatisch, Kneißl war für sie ja ihr ein und alles“, erklärt die Schauspielerin, die sich besonders darüber freut, dass die Fassung von Angela Hundsdorfer einen großen Bogen für die Liebenden im Stück spannt. Hat in einer früheren Version Mathilde noch andere Männer neben Kneißl, entspannt sich in der Hundsdorfer-Inszenierung zwischen Mathilde und Mathias eine große Liebe. Die romantische Liebesgeschichte zwischen den beiden jungen Menschen endet jedoch tragisch, Mathilde wird zum Opfer.

Für Heimes ist es bereits die zweite Rolle beim Kultursommer. 2009 spielte sie im „Jedermann“ mit, danach ging es an die Stadttheater Aalen und Paderborn für einige Jahre in Festengagements. „Jetzt bin ich wieder freischaffend tätig“, verrät die Mimin, die sich riesig darüber freut, endlich wieder einmal in der Heimat auf der Bühne stehen zu dürfen. „Ich habe die Berge sehr vermisst und würde unheimlich gern ein Engagement in München bekommen, um wieder näher an meiner Heimat zu sein“, sagt Heimes, die in einer Patchwork-Familie groß wurde. Noch lebt sie in Paderborn, würde aber den Ortswunsch dem beruflichen Fortkommen unterordnen.

Für eine Schauspielerin in ihrem Alter (Heimes feiert am 6. September ihren 35. Geburtstag) sei es nicht immer leicht, Rollen zu ergattern. „Man wird oft verheizt“, meint sie. Und auf die Frage, ob sie es bereue, diesen beruflichen Weg eingeschlagen zu haben, antwortet sie ehrlich: „Das ist schwer zu sagen, ich würde den Beruf jedenfalls nicht jedem empfehlen, denn man muss mit großen Unsicherheiten, Existenzsorgen und Risiken umgehen können.“ Doch für sie selbst käme kein anderer in Frage. „Aber man muss bereit sein, sein Nest immer wieder zu verlassen.“Um Kontakte zu knüpfen und sich bekannt zu machen, erstellt Heimes gerade eine Web-Seite und ein Demo-Band. Sie weiß: „Man muss aktiv sein und sich immer wieder ins Gespräch bringen.“ Einen Plan B habe sie nicht, hoffe sehr, dass sich nach der langen Zeit in Festanstellung weitere Türen öffnen werden. Ursprünglich wollte Heimes Malerin werden, doch schnell merkte sie: Der Ausdruck fehlte ihr. Auch musikalisch hat sie Talent, nebenbei singt sie in einer Band, auch da sieht sie Optionen für die Zukunft.

Das Künstlerische wurde ihr in die Wiege gelegt, denn ihr Ur-Großvater Hannes Pingsmann war ein Maler im westfälischen Raum, der Großonkel Benno Heimes ist es noch heute – und die Mama ist Grafikerin. Da lag es nahe, in Burghausen an der Schauspielschule zu studieren. Aber jetzt heißt es erst einmal, weitere Aufführungen vom „Räuber Kneißl“ auf die Bühne zu bringen – an der Seite von Max Pfnür, Katja Lechthaler und vielen anderen Kollegen. Heimes ist begeistert: „Wir sind ein sehr großes, tolles Team. Die Mischung aus Laiendarstellern und Profis finde ich überaus gelungen und spannend. Da hebt keiner ab und es geht bodenständig zu.“

Weitere Aufführungen

Der „Räuber Kneißl“ ist noch an folgenden Terminen in der Bayernhalle in Garmisch-Partenkirchen zu sehen: 3./8./11./16./17. und 18. September jeweils ab 19.30 Uhr sowie am 4. September ab 16 Uhr. Karten sind bei GAP-Ticket, in den Kreisboten-Geschäftsstelle und bei München Ticket erhältlich.

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