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Wird es nun umgebaut und aufgestockt – oder abgerissen und durch drei Doppelhäuser ersetzt? Die Zukunft des ehemaligen Domizils der Firma Lux Plastic GmbH ist bislang ungewiss.

Zwei Varianten liegen vor

Was passiert auf dem Lux-Gelände?

Murnau - Die Zukunft ist noch ungewiss: Am Seidlpark könnten Doppelhäuser oder Wohnungen entstehen. Derzeit wird das alte Geh- und Fahrtrecht überprüft.

Soll das Gebäude der einstigen Lux Plastic GmbH am nördlichen Rand des Murnauer Seidlparks wie bisher vorgesehen abgerissen und durch drei Doppelhäuser ersetzt werden? Oder soll der Flachdachbau aus den 1960er Jahren, der immerhin eine Grundfläche von 1713 Quadratmetern aufzuweisen hat, umgebaut und aufgestockt werden, um darin 14 attraktive Wohneinheiten unterzubringen? Gegenwärtig laufen bei der Marktgemeinde zwei Bauanträge mit diesen beiden sehr unterschiedlichen Varianten.

    Bei der Bauausschusssitzung hatten sich die Gremiumsmitglieder mit den neuen, von einem Murnauer Architekturbüro ausgefertigten Umbauplänen zu beschäftigen. Dabei erwies es sich einmal mehr, dass ein altes Geh- und Fahrtrecht der Marktgemeinde das Projekt nicht unwesentlich verkompliziert. Hierzu gibt es laut Marktbaumeister Klaus Tworek noch keine juristische Klarheit, die Angelegenheit wird nach seinen Worten derzeit von Rechtsanwälten der Kommune und des Bauwerbers geprüft.

    Die neue Variante, die nicht den kompletten Abbruch, sondern den Umbau des Gebäudes vorsieht, stellt eine Alternative zu dem bisher vorliegenden Plan mit den drei Doppelhäusern dar, bei deren Errichtung es ebenfalls Probleme mit besagtem Geh- und Fahrtrecht gegeben hätte. Während die im neuen Plan vorgesehene Aufstockung des Altbaus zur Umwandlung in 14 Wohnungen und die Umnutzung von Gewerbe- in Wohnbebauung von den Räten einstimmig akzeptiert wurden, lehnte der Ausschuss die am Südostrand des etwa 5000 Quadratmeter großen Grundstücks geplanten zehn Carports mit der Gegenstimme von Gutram Gattner (ÖDP/Bürgerforum) ab.

    Die Volksvertreter fürchten, dass dadurch der Blick in den Park beeinträchtigt werden könnte. „Das wäre ein massiver Einschnitt“, meinte etwa Welf Probst (Freie Wählergemeinschaft). Gattner hielt dagegen: „Die Carports könnten eingegrünt werden.“ Bei ihrem neuen Entwurf will Architektin Angela Pfaffenberger, deren Bruder Helmut Pfaffenberger Besitzer des Areals ist, den Altbau teilweise um ein Geschoss erweitern und mit Innenhöfen versehen. Der umbaute Raum umfasse derzeit rund 9000 Kubikmeter und werde sogar im Vergleich zu bisher um zwei Prozent schrumpfen, sagte sie auf Tagblatt-Nachfrage. Dass die vorgesehenen Carports abgelehnt wurden, ärgert die Planerin: „Sie werden doch ohnehin zur Hälfte in den Boden eingegraben und schauen nur 1,60 Meter hoch aus der Erde heraus.“

    Dem Vorschlag von Johann Scherrer (CSU), eine Tiefgarage zu bauen, mochte der Ausschuss nicht folgen, zumal genügend Stellplätze vorhanden seien. Lediglich Veronika Jones (Grüne/Bündnis 90) konnte dieser Option etwas abgewinnen. „Über das Parkplatzthema müssen wir noch reden“, kündigte Bürgermeister Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum) an. Fazit: Bislang steht nicht endgültig fest, welche der beiden Planungsvarianten am Rand des Seidlparks – über deren jeweilige Kosten nichts zu erfahren war – letztendlich verwirklicht wird. Nun ist das Landratsamt Garmisch-Partenkirchen als übergeordnete Fachbehörde am Zuge.

Heino Herpen

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