Startklar für das Schuljahr: Der neue Rektor Markus Köpf in seinem Büro. Foto: Seliger

Mittelschule Murnau: Ein alter Bekannter auf dem Chefsessel

Murnau - Die rund 400 Schüler und 43 Lehrer an der Mittelschule Murnau haben einen neuen Chef. Seit August ist Markus Köpf ihr Rektor.

Während seine Schüler in den vergangenen Sommerwochen am See schwitzten, nutzte der gebürtige Oberammergauer die Ruhe im Haus, um sich einzuarbeiten und mit den Strukturen der Murnauer Mittelschule vertraut zu machen. Allzu schwer viel ihm das aber nicht: Weil er bereits von 2002 bis 2008 als Lehrer in der Bildungsstätte unterrichtete, kennt er vieles und viele von damals. Deswegen wollte Köpf nun auch als Rektor hierher, nachdem sein Vorgänger Thomas Metschies pensioniert worden war, denn: „Es ist eine wunderbar geführte, eine Top- Schule.“

Die vergangenen fünf Jahre war der begeisterte Sportler als Pressesprecher sowie als stellvertretender Referatsleiter für die Bereiche Ganztagsschule, Mittagsbetreuung und Übertrittsverfahren am Kultusministerium in München tätig. „Aber als sich nun die Möglichkeit bot, hierher zurückzukehren, habe ich die gerne ergriffen.“ Die Arbeit in der Verwaltung habe ihm zwar gefallen, „aber mir hat auch der direkte Bezug zu den Jugendlichen und den Lehrern gefehlt“.

Als Rektor, so glaubt Köpf, der in seiner Freizeit in der Bergwacht aktiv ist und Theater spielt, könne er nun die praktische pädagogische Arbeit mit der Verwaltungstätigkeit kombinieren. Denn Köpf wird auch unterrichten. Überwiegend Sport und ein bisschen Kunst. Denn Köpf ist gerne Lehrer. Warum? „Weil kein Tag wie der andere ist.“ Und weil er den Schülern Wissen vermitteln, sie zu starken Persönlichkeiten und fit für das weitere Leben machen will.

Erste Pläne für die Zukunft der Schule hat er während der ruhigen Urlaubswochen in seinem Büro bereits gefasst. Unter anderem will er die Kooperation mit der Realschule „mit Leben füllen“ sowie das Ganztagsangebot auf mehr Jahrgangsstufen ausweiten und „qualitativ verbessern“. Zum Beispiel dadurch, dass die Kinder der Ganztagsklassen künftig wieder weniger Lehrer als Bezugspersonen haben sollen. Auch neue Angebote für den Nachmittag soll es geben - etwa Karate. „Und ich werde das Thema Schulname angehen.“ Dabei soll die gesamte Schulfamilie mitreden.

Übrigens ist Köpf, der in einer festen Partnerschaft lebt, erst 38 Jahre alt. Und dann schon Rektor? „Das Durchschnittsalter für Schulleiter liegt bei etwa 50 Jahren“, erklärt Köpf. Doch im Landkreis gebe es einige Kollegen um die 40. Zu jung für den Posten fühlt er sich auf keinen Fall. Auch bei den Kollegen sei sein Alter kein Thema. Köpf weiter: „Das Kollegium ist sehr offen. Ich fühle mich hier willkommen und gut aufgehoben.“ (fn)

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