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Planen die Teilnahme an der Steubenparade: Georg Mair (l.) und Michael Gerstberger, hier mit Unterlagen von der USA-Reise 1991. 

Gebirgsschützenkompanie und Jugend- und Blasorchester

Auf nach Amerika: Murnau bei der Steubenparade 2017 vertreten

Murnau - Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, die Vorfreude ist riesig: Die Murnauer Gebirgsschützenkompanie und das Jugend- und Blasorchester wollen 2017 an der New Yorker Steubenparade teilnehmen.

Immer Mitte September befindet sich Manhattan fest in deutscher Hand. Dann steigt in New York die „German-American Steuben Parade“ – eines der größten Ereignisse im deutsch-amerikanischen Festkalender. Nächstes Jahr feiert das legendäre Spektakel sein 60-jähriges Bestehen. Mit dabei sein wird dann auch eine Delegation aus Murnau: Die Gebirgsschützenkompanie (GSK) und das Jugend- und Blasorchester (JBO) wollen bei dem farbenfrohen Umzug auf der Fifth Avenue mitmachen – und das Ganze mit einer Rundreise an der Ostküste der Vereinigten Staaten verbinden.

Die Idee entstand vergangenen Herbst. Die beiden Chefs der befreundeten Organisationen, GSK-Hauptmann Georg Mair und JBO-Vorsitzender Michael Gerstberger, schmiedeten den Plan. Bemerkenswert: Das USA-Projekt ist eine Wiederauflage, denn bereits 1991 waren die Gebirgsschützen und die Musiker gemeinsam im Land der unbegrenzten Möglichkeiten und nahmen an der besagten Steubenparade teil. Damals mit dabei waren auch Mair und Gerstberger. „Das war ein Highlight“, erinnert sich Gerstberger. Vor allem der Marsch auf New Yorks Prachtstraße, umringt von den Hochhäusern der Millionenmetropole, habe ihn schwer beeindruckt. Und der JBO-Auftritt im Rahmen einer Messe in der imposanten St. Patrick’s Cathedral. „Das Gruppenerlebnis war sensationell“, schwärmt auch Mair. Für die beiden steht fest: Dieses Highlight wollen sie den Mitgliedern erneut ermöglichen, vor allem den Jüngeren. Der Anlass ist perfekt: Das JBO feiert nächstes Jahr 50-Jähriges – und die GSK 30-Jähriges.

Die erste Hürde – die Erlaubnis, an dem Fest überhaupt teilzunehmen – ist schon mal genommen. „Wir haben die mündliche Zusage vom Organisationskomittee“, berichtet Mair. Jetzt geht’s an die Details. In Zusammenarbeit mit einem Reisebüro soll das Amerika-Abenteuer – die Tour dauert wahrscheinlich vom 8. bis 18. September 2017, die Parade ist am 16. – vorbereitet werden. Ein Info-Abend für alle Interessierten – auch Nichtmitglieder sind willkommen – findet am Montag, 6. Juni, um 19 Uhr im Griesbräu statt. Unklar ist, wie groß die Gruppe wird. Mair kalkuliert vage mit 100 Personen. 1991 waren es weitaus mehr, nämlich 171, darunter auch der damalige Bürgermeister Werner Frühschütz (CSU).

Ein Haken sind sicherlich die Kosten: Der Spaß inklusive Flug, Übernachtung und Busfahrt kostet wahrscheinlich um die 1800 Euro pro Kopf. Mair und Gerstberger wollen alle Hebel in Bewegung setzen, um vor allem für die Jugend die Reise erschwinglich zu machen. Beispielsweise wird darüber nachgedacht, Fördergelder zu beantragen. Auch sollen Vereinseinnahmen für Zuschüsse verwendet werden.

Aber es gibt noch viele weitere Punkte zu klären: Zum Beispiel dürften die Gebirgsschützen Schwierigkeiten bekommen, ihre Gewehre, die bei einem öffentlichen Auftritt nicht fehlen dürfen, durch den Zoll zu bringen, geschweige denn in ein Flugzeug. Daher sollen eventuell, so eine Überlegung, historische Waffen in den USA geleast werden.

Zigtausend Menschen bejubeln jedes Jahr die Steubenparade – mit ihren Umzugswagen, Trachten, Chören, Tanzformationen, Musikbands, Würdenträgern und Vereinen. Viele davon reisen aus deutschsprachigen Ländern an. Namensgeber ist Friedrich Wilhelm Baron von Steuben (1730 bis 1794), ein preußischer General, der während des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges der Kontinentalarmee beitrat. Der Umzug wurde 1957 ins Leben gerufen und sollte anfangs der deutschstämmigen Einwanderer-Gemeinde in den USA ein Forum bieten, um ihre Kultur und Tradition zu pflegen und vorzustellen.

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