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Auf Expansionskurs: Christian Jansen will im Kemmelpark ein Geschäftshaus bauen.

Neue Projekte im Kemmelpark

Investoren in den Startlöchern

Murnau - Um Murnaus Dauerprojekt Kemmelpark ist es in letzter Zeit ruhig geworden. Doch jetzt tut sich was: Eine Technologie-Firma aus Murnau will expandieren und auf dem noch freien Gewerbe-Areal ein Geschäftshaus bauen. Weitere Investoren sollen folgen.

Die Ansiedlung von Firmen auf dem einstigen Kasernengelände ist eine Never Ending Story. Seit 2007 werden die Grundstücke von der Marktgemeinde beziehungsweise deren Tochter, der Murnauer Grundstücks-Verwaltungs GmbH, vermarktet. In der Ortspolitik flammt immer wieder die Debatte auf, was gewünscht ist – und was nicht. Viele Parzellen sind bereits bebaut, etwa mit dem Handwerker- und Gewerbehof oder dem Supermarkt-Zentrum, um nur zwei prominente Beispiele zu nennen. Doch nach wie vor ist, das fällt dem Besucher sofort auf, jede Menge ungenutzt – insgesamt über 13 000 Quadratmeter. Das wird sich wahrscheinlich bald ändern: Denn die seit den 1990er Jahren in Murnau ansässige FMS Jansen GmbH & Co. KG, die optische Geräte der Farbmesstechnik vertreibt, steht in den Startlöchern. Firmeninhaber Christian Jansen hat am westlichen Rand des freien Areals im Herzen des Kemmelparks von der Gemeinde einen etwa 1400 Quadratmeter großen Abschnitt gekauft, um darauf ein Geschäftshaus mit Werkstatt, Lager und Büros zu errichten – für sich und einen Mieter.

„Wir wollen aus Murnau nicht weg“, begründet der Manager die Entscheidung. Die Gesamtkosten (inklusive Grunderwerb) schätzt er auf zwei Millionen Euro. Am bisherigen Standort in der Griesbräustraße stoße seine Firma an Grenzen, berichtet er weiter. „Wir brauchen mehr Platz.“ Er habe schon notgedrungen zusätzliche Lagerräume anmieten müssen – und zwei Beschäftigte arbeiteten von zu Hause aus. Die Pläne für den neuen Firmensitz liegen in der Schublade, der offizielle Bauantrag soll bald folgen. Baustart soll, wenn alles glatt läuft, noch heuer sein – und die Fertigstellung 2017. Zuvor will Jansen aber einen anderen baurechtlichen Punkt klären: die Erlaubnis, teilweise auch dreigeschossig bauen zu dürfen. Dies ist bislang zumindest auf einem Teil des Grundstücks nicht zulässig. Der Gemeinderat beschäftigt sich in seiner nächsten Sitzung mit der Angelegenheit. Die Verwaltung signalisiert auf Tagblatt-Nachfrage schon mal grünes Licht. „Wir befürworten das“, sagt Bürgermeister Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum).

Das Jansen-Vorhaben ist nicht das einzige im Kemmelpark. Laut Beuting hat ein Murnauer Ingenieur-Büro ein Grundstück auf der Anhöhe gegenüber der Firma TQ-Systems erworben. Auch dort soll ein Bürohaus entstehen. Und schließlich stehe man mit einem weiteren Investor in Verhandlung, der Interesse an dem rund 5000 Quadratmeter großen Streifen im Eingangsbereich habe, um ebenfalls einen Komplex für Büros hochzuziehen. „Ich hoffe, dass wir das heuer noch unter Dach und Fach bekommen“, sagt Beuting. Bleibt die Frage, was aus dem Filetstück (rund 7000 Quadratmeter) im Zentrum des Gewerbegebiets wird. „Es gibt noch keine konkreten Vorstellungen“, sagt der Rathaus-Chef. Er warnt davor, vorschnell zu verkaufen. „Wir haben keinen Zeitdruck.“ Entscheidend sei, dass ein Konzept gefunden wird, das zu Murnaus Entwicklungsstrategie passt. Wie berichtet, setzt die Politik auf die Ansiedlung neuer Branchen. Er, so Beuting weiter, könnte sich vorstellen, das Gelände für Firmen zu reservieren, die im geplanten Innovationsquartier im alten Gemeinde-Krankenhaus beginnen und sich vielleicht eines Tages vergrößern wollen.

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