Restaurant bleibt im Winter geschlossen

Neuer Pächter für Seehauser Strandbad-Lokal gesucht

Seehausen - Nach einer Saison ist Schluss: Der Betreiber des Strandbad-Lokals hört nach dem Probejahr Ende November auf. Verständigungsprobleme seien der Grund, warum der italienische Pächter das Handtuch wirft. 

Nach nur einer Saison ist Schluss: Der Fremdenverkehrsverein Seehausen sucht für sein Lokal und den Kiosk im Strandbad einen neuen Pächter. Der Gastronom, der die Wirtschaft seit Dezember 2015 führt, wirft nach einem vertraglich vereinbarten Probejahr das Handtuch. Das bestätigt die Vereinsvorsitzende Rosemarie Biehler auf Anfrage. Sie erklärt, dass dieser „uns damit zuvorgekommen ist“ und lässt durchblicken, dass aus ihrer Sicht nicht alles nach Wunsch gelaufen ist. Der Pächter führt Verständigungsprobleme als Grund an. Er spreche kein Deutsch, lässt er übersetzen, könne sich mit Gästen und anderen nicht unterhalten. Zunächst waren Angehörige mit Deutschkenntnissen mit im Boot gesessen. Er habe seine Kündigung mündlich ausgesprochen, das Schriftliche soll demnächst folgen.

Natürlich: Der erneute Wechsel kommt dem Verein denkbar ungelegen. Biehler spricht sogar von einer „absoluten Katastrophe – aber wir können es nicht ändern“. Sie sorgt sich auch um die Außenwirkung. „Wenn wir das Lokal jedes Jahr ausschreiben, schreckt das ab.“ Der Vorgänger des aktuellen Pächters war zu Biehlers großem Bedauern nach wenigen Jahren aus familiären Gründen ausgestiegen. Der Betrieb war ihren Worten nach damals gut gelaufen, der italienische Pächter habe in der Hochsaison teilweise eine immense Zahl an Pizzen pro Tag unter die Leute gebracht; viele Einheimische kamen ins Lokal, in dem auch Hochzeiten, Geburtstage und andere Feiern abgehalten wurden.

Dennoch: Das Strandbadcafé-Restaurant, in das der Fremdenverkehrsverein in den vergangenen fünf, sechs Jahren „locker 100 000 Euro investiert hat“, so Biehler, brummt besonders in der warmen Jahreszeit, das Lokal aber hat das ganze Jahr geöffnet. Das bedeutet nach Angaben der Vorsitzenden, dass im Sommer weitaus mehr Personal gebraucht wird als im Winter. Dies muss entsprechend organisiert werden.

Der Vertrag mit dem Pächter läuft bis Ende November. Dann soll das Lokal, das im Innenraum und auf der Terrasse jeweils rund 40 Plätze bietet, für mehrere Monate geschlossen bleiben. Der künftige Betreiber des Strandbadcafé-Restaurants könnte eventuell ab März öffnen. Biehler betont, gerne die „italienische Linie weiterführen“ zu wollen – diese kam bei den Gästen an und bedeutet für die Gastronomie im Dorf eher Ergänzung denn Konkurrenz. Vor allem aber hofft Biehler auf Konstanz: „Wir möchten einfach wieder in ruhiges Fahrwasser.“

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