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Langzeit-Baustelle: Auf der Mühlbachtalbrücke wird seit gut einem Jahr gewerkelt.

Sanierung der Mühlbachtalbrücke

Riesenbaustelle auf A95: Viel Handarbeit, viele Auflagen

Schwaiganger - Die Sanierungsarbeiten auf der Autobahn bei Schwaiganger liegen im Zeitplan. Die Gesamtkosten betragen 13,5 Millionen Euro.

Die Arbeiten im Bereich der Mühlbachtalbrücke an der Autobahn bei Schwaiganger kommen gut voran. „Wir sind im Zeitplan“, sagt Josef Seebacher, Sprecher der Autobahndirektion Südbayern. Was Autofahrer freuen wird: Die Baustellenverkehrsführung kann voraussichtlich Ende Juli von sechs Kilometer auf 1,5 Kilometer verkürzt werden. Es ist ein Mammutprojekt: Die Autobahndirektion lässt die Mühlbachtalbrücke für rund 9,5 Millionen Euro generalsanieren. Der Grund: Der Stahlbetonkoloss hat 44 Jahre auf dem Buckel. Daher müssten Verschleißteile ausgetauscht werden, sagt Seebacher. Es handle sich um eine „komplexe Konstruktion“. Unter anderem wird der Korrosionsschutz erneuert. „Das ist viel Handarbeit, es gibt auch viele Umweltauflagen.“ Denn schließlich soll von der Flüssgkeit nichts in den Boden und umliegende Gewässer gelangen. Brücken müssen extreme Belastungen aushalten. Das Salz, die Witterung und der Verkehr setzen den Konstruktionen im Laufe der Jahre zu.

Bereits vor gut einem Jahr hatte die Direktion mit dem Projekt in Fahrtrichtung Garmisch-Partenkirchen begonnen (wir berichteten). Heuer geht es in Richtung München weiter. Dabei werden auch drei weitere Brückenbauwerke bei Schwaiganger, Pömetsried und Weichs saniert. Und die Fahrbahndecke wird erneuert. Bis Ende Juli soll dies auf einem Teilabschnitt von 4,5 Kilometer Länge passieren. Gleichzeitig wird der Parkplatz Schwaiganger um zwölf Pkw-Abstellmöglichkeiten erweitert. Ende 2017, so der Zeitplan der Autobahnbehörde, soll alles fertig sein und der Verkehr wieder normal fließen können. Alles in allem veranschlagt die Direktion das Vorhaben mit 13,5 Millionen Euro. 30 bis 40 Jahre soll das Bauwerk nach der Generalinstandsetzung dann wieder halten. Schwierigkeiten kann es geben, wenn im Baustellenbereich ein Auto liegenbleibt. Zwei größere Fahrzeuge kommen dann nicht aneinander vorbei. Denn die Fahrbahn ist dort lediglich 3,75 Meter breit. „Das ist ein grundsätzliches Problem, das wir in Baustellen immer wieder mal haben“, sagt der Behördensprecher dazu. Straßen werden ihm zufolge immer schmäler, Autos hingegen immer breiter. Vergangene Woche, als der Winter kurz zurückkehrte, war im Baustellenbereich ein kleines Räumfahrzeug zugange. „Für unsere Standardpflüge ist die Stelle zu eng.“

Im Zuge der Arbeiten werden auch WC-Anlagen installiert. „Die Arbeiten sollen bis Ende Juli abgeschlossen sein“, sagt der Landtagsabgeordnete Martin Bachhuber (CSU). Die Investitionssumme beläuft sich vor allem wegen der aufwändigen Verlegung der Leitung auf rund zwei Millionen Euro. Mit den Toiletten wird auf der A 95 eine Lücke geschlossen, denn bislang gibt es zwischen München und dem Autobahnende bei Eschenlohe nur eine öffentlichen Abort in der Rastanlage Höhenrain. Autofahrer sind derzeit noch mit weiteren Hindernissen konfrontiert. Denn bis Donnerstag, 12. Mai, wird bei Schäftlarn auf rund sechs Kilometern Länge die Fahrbahndecke in Richtung München erneuert. Bis zum Abschluss der Arbeiten bleibt die Ausfahrt an der Anschlussstelle Schäftlarn für den Verkehr, der aus Richtung Garmisch-Partenkirchen kommt, gesperrt.

Roland Lory

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