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Viele Köpfe, ein Ziel: In Altenau soll künftig wieder Theater gespielt werden.

Mitgliederversammlung in drei Wochen

Theaterspiel in Altenau soll wiederbelebt werden

Altenau - Jung und Alt ziehen in Altenau an einem Strang, um nach einer langen Pause wieder einen Theaterverein ins Leben zu rufen.

Etwa ein Dutzend junge Erwachsene und genauso viele erfahrene Theaterspieler kamen Ende letzter Woche im Altenauer Dorfwirt zusammen. Dabei hatten sie eines im Sinn – das lange Jahre brachliegende Theaterspiel neu aufleben zu lassen. Und die Vorzeichen, dass es im Dorf unterm Schergen künftig wieder einen Theaterverein geben wird, sind günstig.

Im August 1999 war die Tätigkeit des rührigen Vereins zum Erliegen gekommen, weil die damaligen Wirtsleute kein Interesse an Proben und Aufführungen hatten und Spielleiter Peter Urbin deshalb die Lust verlor, weiterzumachen.

Urbin war es jetzt wieder, der zu einem Infoabend in den Dorfwirt eingeladen hatte. Nach etwas zähem Beginn füllte sich alsbald die lange Tafel aus Tischen – auf der einen Seite die Jungen, gegenüber die erfahrenen Theater-Akteure. Schnell bestand Einigkeit darin, dass das Theaterspiel in Altenau nur dann eine Zukunft hat, wenn Alt und Jung zusammenarbeiten.

Die Jüngeren zeigten sich dazu bereit, sich aktiv einzubringen. Einige können sich auch vorstellen, als Spielleiter zu fungieren. Aber ins kalte Wasser wollen sie nicht geworfen werden. Peter Urbin wie der ehemalige Theater-Vorstand Hans Niklas erklärten sich bereit, dem Nachwuchs mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Bevor jedoch Nägel mit Köpfen gemacht werden können, muss eine Mitgliederversammlung einberufen werden. Diese soll in etwa drei Wochen stattfinden. Dann kann auch besprochen werden, was mit den 3500 Euro passieren soll, die noch vom alten Theaterverein übrig sind. Auf jeden Fall ein erfreuliches „Startkapital“.

Theater gespielt wird in Altenau schon lange. Ältere Semester können sich noch an Aufführungen in den 1930er Jahren erinnern, schriftlich belegt sind sie ab 1959. Sechs Jahre lang hob sich regelmäßig der Vorhang – ehe das Theaterspiel wieder einschlief. Im Sommer 1979 wagte man einen Neuanfang, bis nach 20 Jahren wieder Schluss war. Als seinen „persönlichen Höhepunkt“ in dieser Zeit nennt der ehemalige Spielleiter Peter Urbin das Stück „Die bayerische Prohibition“. Unter seiner Regie standen bei größeren Inszenierungen immer zwischen sieben und zwölf Personen auf der Bühne. Regelmäßig ließ er aber auch mehrere Einakter hintereinander spielen, damit möglichst viele Interessierte ihren Einsatz hatten. „Das empfehle ich auch für den Neuanfang, da Einakter nicht so lange dauern und auch leichter einstudiert werden können“, schlug der ehemalige Regisseur vor. Der künftige Spielleiter braucht Urbins Erfahrung nach „viele eigene Ideen und muss sich schon beim Durchlesen des Textbuches vorstellen können, wie er das Ganze umsetzen möchte“. Er selbst wird diesen Posten nicht mehr bekleiden: „Das wird mir neben meiner Arbeit zuviel und auch nervlich zu belastend.“ Sein oberstes Ziel ist es, dass es mit dem Theaterspielen in Altenau weiter geht. Und dafür schaut es derzeit recht gut aus . . .

Michaela Feldmann-Kirschner

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