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Beliebter Weg für Wanderer und Radfahrer

Ammerdamm: Sanierung frühestens ab Herbst

Ammertal - Bis die Bagger zwischen Ober- und Unterammergau anrücken, wird noch einige Zeit vergehen. Frühestens im Herbst können die Arbeiten beginnen.

Im Juni ist es bereits drei Jahre her, dass der Ammerdamm zwischen Ober- und Unterammergau bei einem Hochwasser arg in Mitleidenschaft gezogen wurde. Seitdem ist die bei Fußgängern und Radfahren beliebte Verbindung gesperrt. Im Herbst dieses Jahres sollen die Sanierungsarbeiten nun beginnen: Das sieht zumindest der Zeitplan des Wasserwirtschaftsamtes in Weilheim (WWA) vor. Doch noch gilt es, offene Frage zu klären. „Die Planungen sind fertig“, sagt Mitarbeiter Horst Hofmann. Das gilt aber nicht für den landschaftspflegerischen Begleitplan. „Es gab Gespräche mit der Oberen und Unteren Naturschutzbehörde“, erklärt Hofmann. Und das nicht nur einmal. Aktuell gehe es um die Wasseramsel, die durch die geplanten Bauarbeiten im Schutzgebiet nicht beeinträchtigt werden dürfte. „Es braucht noch zusätzliche Untersuchungen“ – bis es losgehen und das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden kann. Im Sommer könnten die Ausschreibungen folgen, „Mitte bis Ende September“ der Beginn.

Vorgesehen sind zwei Projektabschnitte. Ersterer ist der Wegbau, die Verlegung der Strecke weg vom Ufer – und das um etwa fünf Meter. Das heißt: Es sind Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern nötig. Diese übernehmen, wie Unterammergaus Bürgermeister Michael Gansler (FDU) kürzlich im Gemeinderat sagte, die betroffenen Kommunen. Allein die Verlegung des Wegs, der auf 400 beschädigt ist, kostet Hofmann zufolge 120 000 Euro. Dafür gibt es aber einen 100-prozentigen Zuschuss aus dem Hochwasser-Hilfspaket, das nach den zerstörerischen Fluten 2013 geschnürt wurde. „Die Förderung ist gesichert“, erklärt Gansler mit Blick auf die lange Planungsphase. Die Zusage wurde verlängert. Weitaus teurer wird es, wenn dann die Behebung des eigentlichen Problems folgt. Durch das Hochwasser gibt es deutliche Verformungen und Versetzungen. Die Ammer hat den Damm zerstört und sich die ins Flußbett eingefressen. Um dies wieder zu richten, ist ein ganzen Maßnahmenpaket nötig. „Wir müssen zum Beispiel Böschungen abflachen“, sagt Hofmann. Teilweise wird auch Steinbau am Ufer nötig sein. Geplant ist zudem der Einbau von Rampen und Riegeln. Kosten: eine Million Euro.

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