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Gefragter Brennstoff Holz: Jetzt können Anfragen auch online an den Forstbetrieb Oberammergau gerichtet werden.

Forstbetrieb Oberammergau bietet neuen Service zum Selbstaufarbeiten im Wald an 

Brennholz übers Internet

Oberammergau – Holz boomt. Nicht nur in der Musik („Ich und mein Holz“). Egal, ob Heizen mit Holz, Bauen in Holz, Möbel aus Holz oder Deko aus (Alt-)Holz – alles fährt ab auf diesen Naturstoff.

Den Trend spürt man seit geraumer Zeit auch bei den Forstbetrieben wie jenem in Oberammergau. Bei Revierförstern oder im Amt in der Ettaler Straße klingelt mehrmals am Tag das Telefon, wie Richard Baur, Stellvertretender Forstbetriebsleiter, weiß: „Die Leute fragen nach günstigem Brennholz nach, zum Selberaufarbeiten im Wald und gut mit dem Auto oder dem Traktor erreichbar.“

Zwei Alternativen werden den Interessenten angeboten: Einmal das sogenannte „Polterholz“, das sind bereits gearbeitete Stämme von vier Metern, die an der Forststraße liegen. Dort kann es der Werber dann bequem mit der Motorsäge aufschneiden und abtransportieren. Die zweite Form ist das selbstständige Aufarbeiten von Gipfel- und Restholz im Wald, das bei der Abfuhr oft liegenbleibt.

Ihren Preis bei den Discountern oder Baumärkten haben meist schon kleine Sackerl mit Anschürholz, wofür man teilweise drei Euro und mehr bezahlt. Vor diesem Hintergrund sind die Preise des Forstbetriebs als durchaus fair zu bezeichnen: Aktuell liegt Gipfel- und Restholz (Buche/Esche/Ahorn) bei 37 Euro, das Polterholz bei 49,50 Euro je Ster. Wünsche nach Brennholz wurden bisher telefonisch geäußert, nun gibt es im Zeitalter der digitalisierten Welt einen neuen Service der staatlichen Dienststelle: Interessenten können ihre Wunschmenge bequem online reservieren. Auf der Internetseite der Bayerischen Staatsforsten www.baysf.de taucht das Fenster „Sie haben Interesse an Brennholz?“ auf, worauf man zu einem Formular weitergeleitet wird, das es auszufüllen gilt. Gefragt wird dabei unter anderem nach dem Forstbetrieb, nach Wunschrevier, Baum-Art, Bereitstellung, Menge und Anschrift. Gleich daneben gibt’s noch „Brennholz-Tipps“ zu Trocknung und Lagerung. Nach Aussage von Richard Baur sei für eine schnelle Bearbeitung der Online-Anfragen gesorgt.

Bevor es dann losgehen kann, ist vom Selbstwerber noch eine wichtige Voraussetzung zu erfüllen. Baur: „Wir verkaufen nur demjenigen Brennholz, der an einem Motorsägenkurs teilgenommen hat.“ Das Thema Sicherheit stehe hier eindeutig im Vordergrund. Der Vize-Chef des Forstbetriebs: „Die Waldarbeit ist eine der gefahrenträchtigsten Tätigkeiten. Ohne Kenntnisse im sicheren Umgang mit der Motorsäge und mit den Unfallverhütungsvorschriften geht es einfach nicht.“ Auch ein wenig körperliche Fitness ist bei der Waldarbeit vonnöten, denn selbstgemachtes Brennholz wärmt immer dreimal – beim Aufarbeiten im Wald, bei Aufrichten und beim Einheizen!

Info & Anmeldung

unter www.baysf.de/Brennholzportal

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