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 Bürgerprojekt in Bad Bayersoien

Dorfladen: Wichtige Entscheidungen stehen an

Bad Bayersoien - Beim geplanten Dorfladen in Bad Bayersoien ging zuletzt nichts voran. Nun stehen die nächsten Schritte an. Am kommenden Dienstag soll eine Unternehmensgesellschaft gegründet werden.

Karl-Heinz Schuster bleibt bei seiner Linie. Und die heißt: nichts nach außen lassen. Dem Beiratsvorsitzenden beim Dorfladen-Projekt in Bad Bayersoien wäre es am liebsten, wenn vor kommenden Dienstag gar nicht viel in die Öffentlichkeit gelangt. Dabei ist der Termin, der im Dorf ansteht, wichtig. Denn nachdem sich in den vergangenen Monaten nichts mehr getan hat, könnten die Pläne für das kleine Ladengeschäft an der Dorfstraße nun konkret werden: Bei der Versammlung der Anteilszeichner sollen eine UG, eine Unternehmensgesellschaft, gegründet werden. „Es wird einen Grundsatzbeschluss geben“, kündigt Schuster an. Das geschieht hinter verschlossen Türen ab 19.30 Uhr im Dorfstadl. Dort wird die Form der haftungsbeschränkten Gesellschaft von einem Rechtsanwalt aus Weilheim vorgestellt. So steht es zumindest auf der Einladung, die dem Tagblatt vorliegt. Weitere Punkte: die Wahl eines Treuhänders und „die Wahl der geschäftsführenden Gesellschafter der Förder GbR“. Erst wenn diese Schritte getan sind, kann der Laden Realität werden.

Wichtig dabei sind die Finanzen: Das heißt: Wer bislang den Willen bekundet hat, Anteile zu zeichnen, muss nun Farbe bekennen. Dann zeigt sich, wie groß der Spielraum für die Projektverantwortlichen ist. Bislang galt, dass es rund 200 Unterstützer gibt, die rund 65 000 Euro zur Verfügung stellen. Ob das weiterhin so ist, wird sich am Dienstag zeigen. Die Stimmung im Dorf beschreibt Schuster jedenfalls als nicht schlecht: „Die Leute warten darauf, dass es wieder einen Dorfladen gibt.“ Wie berichtet, ist das bisherige Geschäft, das ebenfalls an der Dorfstraße zu finden war, seit Ende Januar Geschichte. Im Sommer 2015 hatte der bisherige Pächter Richard Zormeier nicht verlängert. Der Ort hat damals nicht nur eine Bezugsquelle für Lebensmittel, sondern auch einen sozialen Treffpunkt, an dem man zum Ratschen zusammengekommen ist, verloren.

Deshalb war es nicht verwunderlich, dass es für die Dorfladen-Idee Begeisterung gab, alles sehr schnell ging. Schon im September 2015 schien es, als würde Bayersoien bald eine Alternative bekommen. Das Interesse war groß, in Arbeitskreisen wurde fleißig am Konzept für das neue Geschäft gewerkelt. Dabei ging es um die Wurst: An der Frage, ob es eine Theke mit frischen Aufschnitt und Käse geben soll – eine solche ist sehr (kosten-)aufwändig – schieden sich die Geister. Es gab böses Blut und Streit, der darin eskalierte, dass Gesellschaftsbeiräte zurücktraten. Seit Schuster das Ruder übernommen hat, konnte ein Standort für das geplante Geschäft gefunden werden. Für die Flächen im Erdgeschoss „beim Moser“ gibt es einen Vorvertrag. Ansonsten sind die Verantwortlichen nicht groß vorangekommen. „Es hat sich nichts getan“, sagt Schuster mit Blick auf die vergangenen Monate. Ein Zustand, der sich ab Dienstag ändern soll.

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