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Impulse für die Wirtschaft im Ammertal 

Ende Gelände in Oberammergau

Oberammergau - Wo gibt es noch freie Flächen für neue Gewerbegebiete in Oberammergau? Eigentlich nirgends, lautete das Fazit nach längerer Diskussion im Bauausschuss.

Anders als in anderen politischen Gremien im Landkreis kann im Oberammergauer Gemeinderat der Tagesordnungspunkt „Sonstiges“ durchaus spannend sein. Immer wieder kommt es vor, dass dann die interessantesten Themen angesprochen werden. So war es auch in der Bauausschuss-Sitzung am Montagabend, als es plötzlich um die Erweiterung von Gewerbeflächen ging. Denn die wird sich in Zukunft mehr als schwierig erweisen. Angestoßen hatte die Diskussion BIO-Vertreter Florian Schwarzfischer. Er kritisierte, dass es für Betriebe im Ort wenig Handlungsspielräme gibt. „Seit zehn Jahren wird auf Unterammergau abgewandert.“ Und das könne nicht im Sinne der Kommune sein, weil auch Firmen mit wenigen Mitarbeitern Zahler von Gewerbesteuer sind. „Kleinvieh macht schließlich auch Mist.“

Laut Bürgermeister Arno Nunn (parteifrei) sei das Thema in der Verwaltung informell diskutiert worden. „Es wurde geschaut, wo noch freie Flächen sind. Aber es gibt nichts, das ist das schwierigw.“ Diesen Punkt unterstrich auch Bauamts-Mitarbeiter Andreas Eitzenberger. Mit den Möglichkeiten „sind wir am Ende“. Und: „So etwas, was Unterammergau macht, das können wir nicht.“ Die Nachbarn haben zuletzt, wie berichtet, ihr Gewerbegebiet an der Bundesstraße im Norden um 13 000 Quadratmeter erweitert. Flächen in dieser Größenordnung stehen in Oberammergau nicht zur Verfügung. Nicht mehr. 30 000 Quadratmeter umfasst das LOK-Gebiet, das vor knapp zehn Jahren ausgewiesen wurde. Gebaut wurde dort 2008. Ein ähnliches Projekt wird unter den gegebenen Umständen nicht mehr möglich sein. „Ich wüsste nicht, wo es sinnvoll wäre“, sagte Eitzenberger auch mit Blick auf kleinere Flächen für Betriebe von wenigen tausend Quadratmetern.

Als der Bereich am Herrenpoint angesprochen wurde, winkten die Verwaltungsmitarbeiter ab. Schließlich handelt es sich dort um ein Mischgebiet – in dem nur so genanntes „nicht-störendes Gewerbe“ angesiedelt werden darf. „Und das ist ja nicht das, was Florian Schwarzfischer gemeint hat.“ Sondern eben auch Handwerksbetriebe, bei denen es lauter zugeht. Mit Blick auf das LOK-Gelände sagte Nunn, dass es dort im Vergleich zu den bebauten Quadratmetern nicht gerade viele Arbeitsplätze geschaffen wurden. „Das ist ein Dilemma.“ Den Vorwurf von Schwarzfischer, dass im Ort nur für die Kultur Geld da ist, wies der Bürgermeister aber deutlich zurück. „Das ist ein altes Thema“, sagte Nunn mit gewissem Unverständnis. „Immer heißt es, wir geben dafür zu viel aus. Aber: Wir leben auch von der Kultur.“

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