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Streicharbeit beendet: Die Fensterläden des Bierling-Hauses erstrahlen nun in Rot-Weiß.

Finanzielle Bedenken zu groß

Keine neuen Fenster fürs Bierling-Haus

Bad Bayersoien - Bürgermeisterin Gisela Kieweg ist enttäuscht: Der Gemeinderat stimmte gegen ein Vorhaben, dass sie begrüßt hätte. Nun wird vorerst nicht in neue Fenster fürs Bierling-Haus investiert. 

Das hatte sich Bad Bayersoiens Bürgermeisterin anders vorgestellt: Eigentlich wollte Gisela Kieweg am gemeindeeigenen vorderen Teil des Bierling-Hauses die Fenster und die Eingangstür zum Musikproberaum erneuern lassen. Doch der Gemeinderat lehnte das Vorhaben mit 4:5-Stimmen ab.

Für neue Fenster und eine Türsanierung hätte die Kommune knapp 24 000 Euro zahlen müssen. „Das braucht es einfach“, sagte Kieweg. Doch das war manchem Rat zu viel Geld. Zum Beispiel Franz Doll. Er plädierte mit Blick auf den eng gestrickten Haushalt dafür, dass Projekt zurückzustellen – „wenn man finanziell nicht unbedingt etwas übrig hat“. Auch Tobias Maier sah keine Notwendigkeit, den Altbestand gleich zu modernisieren. Er vertritt eine klare Meinung: Sollte die Blasmusik, die den unteren Bereich nutzt, einmal in ein anderes Domizil umziehen, könne die Gemeinde das Haus in einem Aufwasch herrichten.

Unterstützung erhielt die Bürgermeisterin dagegen von ihrem Vize Georg Haseidl, und zwar aus Energie- und Heizgründen. Doch das reichte nicht. Kieweg trug die Niederlage mit Fassung, ist aber enttäuscht. „Da wäre ein Teil des Hauses von außen fertig gewesen.“ Für das Bauvorhaben stehen bereits 31 000 Euro im Haushaltsplan 2016. Mit dem vorliegenden Angebot hätte man sogar weniger ausgegeben, rechnete sie vor.

Kieweg hatte Ende 2015 den Kauf des hinteren Gebäudeteils von der Geschwister-Bierling-Stiftung erst im zweiten Anlauf im Gremium knapp durchgeboxt. Von dem Vorhaben war angesichts der hohen Kosten und des Gebäudezustands nicht jeder begeistert. Immerhin 380 000 Euro muss die Kommune aufbringen. Nutzen und Lasten gehen allerdings erst im Juli an die Gemeinde über. Konkrete Pläne gibt es für die Anschaffung noch nicht. Kieweg denkt an eine soziale Verwendung.

Einen Trost hat die Rathauschefin trotzdem: Die Fensterläden an der Straßenseite erstrahlen seit kurzem in Rot-Weiß. Dafür sorgte das Museumsteam mit seinen Helfern.

Andreas Baar

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