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Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte

Graswang schnappt sich Krüns Feuerwehr-Auto

Graswang - Krün zwingt Kameraden, gut erhaltenen Unimog abzugeben. Nun schlägt die Gemeinde Ettal für 30 000 Euro zu.

Wenn 36 Feuerwehr-Kameraden in den Gemeinderat kommen, um Geschlossenheit zu symbolisieren, dann ist das eine Sitzung, die in Erinnerung bleibt. Krüns Bürgermeister Thomas Schwarzenberger (CSU) ließ sich Ende April dennoch nicht von der Kulisse einschüchtern: Er erreichte gegen alle Widerstände den Beschluss, dass die Wehr ihren geliebten alten Unimog LF8 abgeben muss. Weil das kleine Dorf keine fünf Feuerwehr-Fahrzeuge braucht. Das Ganze passierte sehr zu Freude der Gemeinde Ettal. Sie nutzt ihre Chance. „So ein alter Unimog kann ja eine Sparbüchse sein“, sagte Bürgermeister Josef Pössinger am Montag im Gemeinderat. Nicht aber dieses 30 Jahre alte Modell, um das sich in Krün ein hitziger Streit entbrannt hat. „Die wollen ihn ja gar nicht hergeben“, sagte Pössinger mit Blick auf die Wehr. Entsprechend sei auch der Termin gewesen, den die Ettaler vor Ort hatten, um sich das begehrte Fahrzeug anzuschauen. „Da wurde nicht viel geredet.“ Kommandant Anton Simon sei nicht gerade glücklich gewesen, den LF8 verkaufen zu müssen. Seinen Kollegen Thaddäus Pest in Graswang freut der Deal umso mehr.

Denn wie er erklärte, sei die Situation mit dem bestehenden Fahrzeug in Graswang schwierig. „Das rostet gewaltig.“ Und es sei kaum noch Substanz da, selbst etwas zu richten oder zu schweißen. „Das ist dann irgendwann eine Kosten/Nutzen-Frage.“ Vor allem sei der Wagen nicht geländetauglich, biete nur Platz für sechs Personen und gelange allein schon mit der Grundausstattung an die Grenzen der Belastbarkeit beim Gewicht. Unterm Strich sei, wie Pössinger betonte, schon länger klar, dass eine Anschaffung für Graswang ansteht. Deshalb sei man gleich hellhörig geworden, als es nach dem G7-Gipfel – wegen ihm wurden die Feuerwehren im Isartal ordentlich aufgerüstet – Veränderungen in Krün geben sollte. Ettal hatte sofort ein Auge auf den LF8 geworfen.

Der ist zwar auch schon in die Jahre gekommen, aber in einem absoluten Top-Zustand. Die Wehr habe die Karosserie des Unimogs vor einiger Zeit sogar für 18 000 Euro herrichten lassen. „Der hält locker noch zehn Jahre“, sagte Pest begeistert. „Das wäre des Auto“, für das man weitaus mehr bezahlen würde, sollte man so einen neu kaufen. Vor allem, erklärte Pössinger erfreut, habe er beim Preis noch verhandeln können: Und ihn von 35 000 auf 30 000 Euro gedrückt. Korbian Ostler fragte nach, ob sich die Verwaltung von Schloss Linderof an den Kosten beteiligt. „Bis zur Hälfte könnte es schon sein“, sagte er mit Blick auf die Tatsache, dass die Schloss-Feuerwehr ja 2009 aufgelöst wurde. Doch auf diesen Vorschlag wollte Pössinger nicht detailliert eingehen. Er habe noch nicht konkret nachgefragt, sagte er eher ausweichend. „Aber wir hatten bislang eine gute Basis für Verhandlungen.“

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