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Der Umzug der Verwaltung ins Pilatushaus sollte eine Übergangslösung sein. Jetzt müsse sich Mitarbeiter wie Lukas Zwink wohl erst einmal fest einrichten. 

Nach Rathaus-Abriss um Umzug: Geflecht aus offenen Fragen

Wie geht es für Oberammergauer Verwaltung weiter?

Oberammergau - Nie sollte der Umzug der Oberammergauer Verwaltung ins Pilatushaus eine Dauerlösung werden. Jetzt aber schaut es genau danach aus. Das bedeutet: Mindestens 25.000 Euro müssen investiert werden. 

Als es vor zwei Jahren um den Abriss des alten maroden Rathauses in Oberammergau ging, wurde eines im Gemeinderat immer wieder betont: Der Umzug ins Pilatushaus könne nur provisorisch sein, eine Lösung für die Verwaltung dürfe nicht auf die lange Bank geschoben werden. Doch genau das passiert nach der jüngsten Entscheidung der Gremiums-Mehrheit, bei der ein Rathaus-Neubau mit einem Konzept fürs Ammergauer Haus verbunden wurde. Nun gilt es, Lösungen für die nächsten Jahre zu finden: keine leichte Aufgabe.

„Es ist alles sehr verwoben“, sagt Bürgermeister Arno Nunn (parteifrei). Schließlich geht bei diesem Problem – das sich bezogen auf den Aufwand zur Passion 2020 noch verstärkt – um die derzeitigen Verwaltungsbüros im Pilatushaus und Kleinen Theater, um die Raumnutzung im Ammergauer Haus und die Zukunft der Tourist-Info.

Zu letzterem Punkt hat Nunn eine klare Meinung: „Ich bin für den Umzug.“ Wie berichtet, steht seit vergangenem Jahr im Raum, dass die Info in die leerstehenden Räume der Hypovereinsbank an der Dorfstraße stehen würde. Die sind im Besitz des Kloster Ettals, das vom Interesse der Gemeinde weiß.

Verwaltung braucht zwei zusätzliche Räume im Pilatushaus

Vorteil eines Umzugs wäre in den Augen des Bürgermeisters, dass dann im Ammergauer Haus genügend Flächen zur Verfügung stehen, um zusätzliche Arbeitsplätze mit Blick auf das nächste Gelübdespiel und die dafür notwendige Geschäftsstelle zu schaffen. Alternativ müssten weitere Räume angemietet werden. Denkbar wären auch eine temporäre Lösung wie das Aufstellen von Containern. Getan werden muss aber etwas: Denn für die Passion 2010 wurden zwölf zusätzliche Mitarbeiter eingestellt. Eine große Zahl, wenn man bedenkt, dass schon jetzt nicht genug Schreibtische untergebracht werden können.

Wie berichtet, hat Geschäftsführer Christian Ostler deshalb im Gemeinderat erklärt, dass die Verwaltung zwei zusätzliche Räume im Pilatushaus benötigt. Jene, in denen nun noch bis zum 30. Juni der Handwerker-Laden untergebracht ist. „Diese Mindestverbesserung im Pilatushaus mit einigen weiteren Korrekturen und Optimierungen beläuft sich nach ersten Schätzungen auf mindestens 25 000 Euro“, erklärt Nunn. Würde auch noch die Lebende Werkstatt eingebunden, würde sich diese Summe verbessern.

Viel Geld müsste zudem in die Hand genommen werden, um die Situation im Kleinen Theater zu verbessern. Kleine Renovierungen sind, wenn dort weitere Jahre gearbeitet werden muss, unumgänglich. Gibt es dauerhaft keine neuen Sitz für die Verwaltung, würde es aber richtig teuer werden.

Jeweils 40 000 Euro müssten Nunn zufolge in die Modernisierung der Räume im Ordnungs- und Bauamt gesteckt werden. Nimmt man sich das ganze Gebäude vor und macht es barrierefrei, würde unterm Strich eine ganz andere Summe stehen: geschätzt 900 000 Euro.

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