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Ortsentwicklung

Rialtobrücke droht der Abriss

Oberammergau - Lohnt sich die Sanierung noch oder nicht? Diese Frage, die mit viel Geld verbunden ist, beschäftigt derzeit in Oberammergau.

200 000 Euro sind im Oberammergauer Haushalt für die Sanierung des derzeit gesperrten Pürschlingstegs – im Volksmund augenzwinkernd Rialtobrücke genannt – eingeplant. Geld, das womöglich nicht gebraucht wird. Zumindest nicht für die marode Ammerüberquerung. Noch liegt das Ergebnis der statischen Untersuchung nicht vor. Doch es zeichnet sich ab, dass eine Renovierung vielleicht keinen Sinn mehr macht. Denn: Alle 15 Jahre müssten mindestens 60 000 bis 70 000 Euro in die Konstruktion gesteckt werden, erklärte Bauamts-Chef Johannes Lang in der Sitzung des Bauausschusses.

Im vergangenen November hatte sich die Verwaltung, wie berichtet, entschlossen, den Steg zu sperren. Grund waren massive Schäden an den Holzbohlen. Und die damit verbundene Unfallgefahr. Vom beauftragten Statiker, der die Brücke zweimal eingehend untersucht hat, habe man nun die Rückmeldung erhalten, dass er eine Sanierung wohl nicht empfehlen wird. Er sieht den Grundzustand des Bauwerks, wie Nunn auf Anfrage erklärt, „als sehr kritisch“. Weiteres Problem: Der Abriss und die Wiedererrichtung der 1975 entstandenen Rialtobrücke würde sehr teuer werden. „Wir gehen von 300 000 Euro plus x aus“, sagte der Bürgermeister.

Geld, das die Gemeinde angesichts der ohnehin schon angespannten Finanzsituation nicht hat. Deshalb schlug Karl-Heinz Götz (Freie Wähler) im Ausschuss vor, alle Möglichkeiten auf finanzielle Unterstützung auszuloten. „Vielleicht könnte uns das Leader-Programm weiterhelfen.“ Ein Vorschlag, dem die Verwaltung nachgehen will. Auch wenn sich Nunn wenig optimistisch zeigte: Schließlich fördere Leader ja eher bürgerschaftliches Engagement. „Außerdem muss es sich um eine Innovation, etwas Neues handeln“, warf auch Vize-Bürgermeister Eugen Huber (Mit Augenmaß) ein. Mit Blick den viel genutzte Weg zur Kreuzigungsgruppe, den benachbarten Weiher, und dortige Aktivitäten wie Eisstockschießen könnte aber vielleicht etwas für den Tourismus-Ort möglich sein.

In dem Raum stehen zudem zwei Alternativen. Zum einen, den Überweg ganz schnörkellos aus Metall zu gestalten. Zum anderen wäre für Nunn auch denkbar, eine Art Abenteuer-Hängebrücke zu errichten. „So etwas wäre weitaus günstiger als ein Neubau.“ Allerdings wäre die Überquerung dann wohl nicht mehr für Fahrradfahrer passierbar. Es bleibt also dabei, dass die Rialtobrücke eines der Sorgenkinder der Gemeinde ist. „Bei uns ist es wie immer kompliziert“, räumt Nunn mit einem Seufzer ein. Mehr wisse man, wenn die schriftliche Ausarbeitung der statischen Untersuchungen letztlich vorliegt.

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