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Die Gerüchteküche beschäftigt Sekretärinnen Miriam Stockl (Marisa Burger, l.) und Marianne Grasegger (Ursula Maria Burkhart, r.) mal wieder mehr, als Kommissar Korbinian Hofer (Joseph Hannesschläger, M.) lieb ist.

Oberammergauerin fester Bestandteil der ZDF-Serie

An der Schaltzentrale der "Rosenheim Cops" 

Oberammergau - Sie ist fest etabliert im Team der ZDF-Erfolgsserie „Die Rosenheim-Cops“ – als Empfangssekretärin Marianne Grasegger. Seit 2014 schlüpft Ursula Maria Burkhart aus Oberammergau in die Rolle dieser Ratsch’n. Ein Part, der für die neue Staffel, die am 13. September anläuft, sogar noch ausgebaut wurde.

Bei ihr laufen die Fäden zusammen. Sie kennt jeden, der im Kommissariat aus- und eingeht. Und weiß natürlich auch, was alle umtreibt. Kein Wunder, schließlich sitzt Marianne Grasegger am Empfang der Rosenheim-Cops – und das bereits im dritten Jahr. „Sie ist wahnsinnig neugierig“, charakterisiert Ursula Maria Burkhart die Figur, die sie seit 2014 verkörpert. Die ersten Fälle der neuen Staffel sind abgedreht. Am Dienstag, 13. September, (19.25 Uhr im ZDF) laufen die Folgen an, in denen die Oberammergauerin noch mehr Raum bekommt. Und auch mal raus darf aus der Pforte. Wie in der Geschichte, in der sie mit Markus Stoll alias „Harry G.“ bei Marie Hofer (Karin Thaler) am Frühstückstisch sitzt. Der Comedian versucht offenbar, die beiden Damen als Freddy Hautzenberger von einer Geschäftsidee zu überzeugen. Bayerische Luft in Dosen – was Burkhart alias Marianne Grasegger davon hält, darf sie freilich nicht verraten.

Solche Szenen sind es, die ihr Freude machen. „Beglückend“ findet sie, dass ihre Rolle deutlich ausgebaut wurde und sie auch mal im privaten Geschehen auftaucht. Spaß macht ihr der regelmäßige Tratsch mit Marisa Burger – selbstredend auf Bayerisch. In ihr, die als Miriam Stockl die Sekretärin der Kommissare spielt, hat die g’schaftige und manchmal auch ziemlich g’schnappige Grasegger das perfekte Gegenstück gefunden. „Mit uns beiden gibt’s in der neuen Staffel wunderschöne Szenen“, erzählt Burkhart. „Wenn es sich um andere dreht, sind wir uns ja immer einig, wenn’s aber um uns selber geht, zicken wir rum.“

Begeisterung bei den Passionsspielen entdeckt

Das Team, mit dem sie bei „Die Rosenheim-Cops“ arbeitet, findet die 54-Jährige ganz wunderbar. Der Großteil ist seit der ersten Folge dabei und erlebte mit, wie sich die Verbrecherjagd in der oberbayerischen Idylle zur Kultserie entwickelt. Dieser feste Stab sei sicher eines der Erfolgsrezepte des Formats, meint Burkhart. Dass sie inzwischen ein Bestandteil davon ist, nennt sie „ein Wahnsinnsglück, das ist wie ein Sechser im Lotto“. Als großes Privileg empfindet sie es außerdem, dass sie mit ihrer Figur älter werden darf, sie selber bleiben kann und wahrscheinlich auch deshalb so authentisch rüberkommt – als das perfekte Paradebeispiel einer bayerischen Empfangsdame.

Nicht nur in den Rosenheim-Cops, auch in anderen Produktionen taucht Burkhart mittlerweile im Fernsehen auf. „Das freut mich total“, sagt die Schauspielerin, die vor dieser Karriere als Kinderkrankenschwester gearbeitet hat. Durch die Passionsspiele, in denen sie als Mädchen im Volk, dann dreimal als Maria und einmal als Maria Magdalena auf der Bühne stand, entdeckte sie ihre Begeisterung für diese Kunst. Als Christian Stückl, der die Geschichte vom Leiden Christi bereits dreimal inszeniert hat, dann 2002 Intendant des Münchner Volkstheaters wurde, engagierte er Burkhart fest im Ensemble. Auch das war ein Glück für sie. In der „Dreigroschenoper“ und im „Brandner Kaspar“ ist sie immer noch in dem Traditionshaus an der Brienner Straße zu sehen. Mittlerweile, auch durch ihre Fernsehrollen bedingt, aber nur noch als Gast. Als solcher probt sie aktuell „mit einem ganz tollen Frauenteam“ das Stück „Unschuld“, das am 22. September Premiere feiert. Burkhart spielt die Frau Zucker, eine Mutter, die sich im Alter wieder bei ihrer Tochter breitmachen will. Dafür altert sie, verkleidet sich „maximal“ und genießt diesen Ausflug an ihre Ursprünge.

Theater oder Film? "Beides hat seinen Reiz"

Die Abwechslung ist es, die Ursula Maria Burkhart so an ihrem Beruf fasziniert. Die unterschiedlichen Herangehensweisen – an einen Drehtag, an dem oft nur wenige Minuten in akribischer Kleinarbeit von der Kamera festgehalten werden, oder an eine Theater-Inszenierung, bei der die Rolle für jede Vorstellung aufs Neue abrufbar sein muss und bei der die Reaktionen der Zuschauer direkt bei den Darstellern ankommen. „Beides hat seinen Reiz.“ Das gilt auch für ihr Leben – in München und Oberammergau. Beide Orte genießt sie, möchte keinen missen. Ihre Heimat ist ihr aber speziell im Sommer wesentlich lieber. Da versucht sie, so oft es geht, der Hitze der Stadt zu entfliehen. Dann fährt sie raus, besucht ihre Familie, trifft Freunde und genießt die Ruhe – beim Schwimmen oder einem ausgiebigen Waldspaziergang. „Da bekomme ich neue Energie.“ Und die kann sie brauchen – für die Rosenheim-Cops und für ihre Auftritte im Volkstheater.

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