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Volles Haus: Wie immer ist das Interesse an den Dorfthemen groß. Heuer im Altenauer Dorfwirt.

Kritik an Filialen-Schließung

Saulgrub sauer auf Sparkasse

Saulgrub - Beim Stichwort Sparkasse geht der Blutdruck von Saulgrubs Bürgermeister höher. Diese plant die Schließung ihrer Filiale in Altenau.

Bürgerversammlungen in Saulgrub sind in den vergangenen Jahren eine recht harmonische Sache gewesen: Angesichts einer im Bau befindlichen Umgehungsstraße, vieler Projekte und einem dicken und sehr weichen Finanzpolster kein Wunder. Heuer war alles ein bisschen anders. Nicht nur der Ort – erstmals seit 2002 fand der Abend wieder im Altenauer Dorfwirt statt –, sondern auch die Stimmung. Es zeigte sich: Die Bürger sind sauer. Auf die Sparkasse und den Forstbetrieb.

„Wenn ich nur Sparkasse höre, geht mein Blutdruck auf 300“, sagte der sonst so besonnene Bürgermeister Rupert Speer mit Blick auf die für Sommer geplante Schließung der Filiale in Altenau. Im Gemeindeteil Saulgrub bleibt künftig nur noch ein Automat in der VR-Bank übrig, den Sparkassen-Kunden nutzen können. „Man hat uns vor vollendete Tatsache gestellt. Die Sparkasse zieht sich aus dem ländlichen Bereich zurück.“ Gern hätte er Anton Speer gefragt, was er als Aufsichtsrats-Vorsitzender der Sparkasse dazu zu sagen hat. Doch der Landrat weilte am Donnerstagabend auf einem wichtigeren Termin. „Ich finde das alles sehr traurig“, sagte eine Bürgerin über das Vorgehen der Sparkasse. Dafür bekam sie lange Applaus im vollen Saal der Wirtschaft.

Zweites Aufreger-Thema des Abends waren die Nassholzlager des Bayerischen Staatsforsten nahe Unternogg, die derzeit abgebaut werden und der damit verbundene Schwerverkehr. Die vielen Lastwagen fahren nämlich alle durch Altenau. „Darüber sind wir auch nicht glücklich“, unterstrich Speer. Vor allem deshalb, weil seinen Worten nach die Lager eigentlich auf Flur der Gemeinde Wildsteig liegen, diese aber die betroffene Straße mit eine Beschränkung für Zwölftonner versehen hatte.

Das das gesamte Projekt nicht gerade positiv gesehen wird, habe man den Staatforsten vermittelt. „Da gab es ernste Gespräche.“ Auch über die Reparatur der Straßenschäden, die von einem Bürger jetzt angesprochen wurde. „Der Forst wird sich mit einer gewissen Summe beteiligen“, erklärte der Bürgermeister und kündigte im Beisein an, nachzuhaken, wenn sie nicht reichen sollte.

Die Straßen waren bei der Bürgerversammlung das zentrale Thema. Zum einen die neue Anbindung zum Sportplatz Altenau für 630 000 Euro, bei der die Gemeinde eine Abbiegespur für die B 23 vom Straßenbauamt „geschenkt“ bekommt. Und natürlich die Saulgruber Umfahrung, die laut Speer auf Anweisung von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt bis zum Jahresende fertig zu sein hat. „Das ist sportlich“, soll aber mit entsprechender Anzahl von Arbeitern geschafft werden. Schon jetzt beschäftigt sich die Gemeinde damit, was mit der alten Bundesstraße passiert. Zuerst soll der Bereich vor dem Saulgruber Rathaus überplant werden – im Rahmen der schon laufenden Dorferneuerung.

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