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Nichts deutet momentan auf einen Baubeginn des Seniorenheims in Unterammergau hin. Die Baumaterialien gehören zum Lager eines heimischen Baugeschäfts.

Bau des Seniorenheims verzögert sich weiter

Millionenprojekt liegt auf Eis

Unterammergau - Weiter auf sich warten lässt der Baubeginn des Seniorenwohnheims in der Gemeinde Unterammergau: Nach wie vor laufen Verhandlungen mit möglichen Betreibern.

Kurz vor Weihnachten 2015 verkündete Bürgermeister Michael Gansler im Gemeinderat: „Baubeginn ist im Frühjahr 2016.“ Und Hans-Joachim Maier, Sprachrohr des Investors, meinte gar: „Wenn es nach meinem Chef ginge, müsste auf dem Gelände schon die Baugrube ausgehoben sein.“ Euphorische Aussagen. Doch danach wurde es um das Großprojekt der Gemeinde Unterammergau, den Neubau eines Seniorenwohnheims mit 14 Einheiten Betreutes Wohnen und 91 Zimmern an der Scherenauer Straße, immer ruhiger. Von einem bevorstehenden Baubeginn – keine Spur. Das Gelände am Lachenbach ist nach wie vor eine unberührte Wiese. Und es deutet momentan nichts darauf hin, dass alsbald die Bagger anrollen werden.

Nachdem im Frühjahr 2015 ein Investor aus Hildesheim abgesprungen war, signalisierte wenige Monate später der Schweizer Werner Rixen (86) Interesse an dem Projekt in Unterammergau. Tatsächlich wurde mit dem Geschäftsmann, der die Firma Real Baumanagement AG in Teufen nahe St. Gallen im Appenzeller Land führt, ein Vertrag geschlossen. Auf acht bis zehn Millionen Euro Gesamtkosten wird die Realisierung der Anlage mit dem großen zweistöckigen Gebäude mit einem offenen Innenhof geschätzt.

Zunächst lief die Suche nach einem Betreiber über ein externes Büro, ehe Hans-Joachim Maier, Geschäftsführer des genannten Unternehmens, die Angelegenheit selbst in die Hand nahm. Vollzug konnte auch er bislang nicht melden. „Es gibt im Moment nichts Neues zu berichten, ich stehe in Verhandlungen“, betonte Maier in einem Telefongespräch am Dienstag mit der Tagblatt-Redaktion. Der Vertreter des Investors gab immerhin zu, dass es keine leichten Verhandlungen seien: „Ich wende zig Stunden dafür auf.“

Ob und wieviel ernsthafte Interessenten es derzeit gibt, die ein solches Heim betreiben wollen, dazu machte Hans-Joachim Maier keine näheren Angaben: „Ich will meine Verhandlungspartner nicht verprellen.“ Der Geschäftsführer versprach, „sofort an die Öffentlichkeit zu gehen, wenn es ein konkretes Ergebnis gibt und die Angelegenheit unter Dach und Fach ist.“

Planungsrechtlich ist der Weg für den Bau des Seniorenheims wohl bald frei: Nachdem der verantwortliche Planfertiger vor kurzem das bislang fehlende Konzept zur Niederschlagswasserbeseitigung vorgelegt hat, könne das Landratsamt, so Sprecherin Franziska Klein gestern, den Bauantrag nun abschließend beurteilen. Mit einer Entscheidung sei bis Anfang nächster Woche zu rechnen.

In unmittelbarer Nachbarschaft zu dem Vorhaben sind bereits rege Erschließungsarbeiten zu beobachten: Hier entsteht ein neues Einheimischen-Baugebiet „Junges Wohnen“, bei dem wohl in Kürze der erste Spatenstich für ein Haus erfolgen dürfte. Diesen Moment sehnt auch Hans-Joachim Maier herbei: „Irgendwann muss unsere Arbeit doch Früchte tragen.“ Darauf hoffen auch die Bürger, denn es gab schon mal ein groß beworbenes Projekt, das sogenannte Innovationszentrum im Weiherfeld, dessen Umsetzung schließlich wie eine Seifenblase platzte. Das Areal liegt bis heute brach . . .

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