Bahn: Am falschen Ende gespart

Unglück in Bad Aibling: Experte rügt Bahn für veraltete Strecke; Bayern 22. November

Ich wünsche mir, dass sich das Gericht intensiv mit der Frage beschäftigt, warum die Bahn einem Fahrdienstleiter überhaupt die Möglichkeit gibt, eine einspurige Strecke für beide Fahrtrichtungen freizugeben. Was soll das für den Betrieb bringen?

Falls die Freigabe der Einfahrt in den einspurigen Bereich (möglicherweise fehlerhaft) doch passiert, muss die Bahn technisch sicherstellen, dass automatisch sowohl beide auf der Strecke befindlichen Lokführer als auch der Fahrdienstleiter auf der Gegenseite über die Richtungsfreigabe informiert werden. Dafür darf es weder einen 2. oder gar 3. Knopf geben, die man dazu noch in der Hektik einer Fehleingabe verwechseln kann! Alles andere, mit Hilfe der Dienstvorschriften abschließend geregelte, soll doch lediglich die Vorgesetzten von Verantwortung befreien. Bei aller persönlichen Schuld, die der Fahrdienstleiter hier zu tragen hat, liegt m.E. der größere Teil der Schuld bei der Führung der Bahn, die sich aus Kostengründen scheut, die technischen Möglichkeiten auch im Verkehrsnetz umzusetzen.

Rolf Krüger
Murnau

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