Geplante Suboptimierung

Katrin Woitsch: 42-Jähriger stirbt in Gletscherspalte; Bayern 22. August

In Ihrem Artikel zu den beiden letzten Bergwachteinsätzen der Bergwacht Grainau haben Sie den geplanten Abzug der SAR-Hubschrauber vom Standort Landsberg angesprochen. Ich bin der Ansicht, dass diese geplante Suboptimierung der Bundeswehrplanung auf den Prüfstand gehört! Man darf doch mal hinterfragen, ob die Bundeswehr eine Organisation zum reinen Selbstzweck ist oder ob sie eine Aufgabe zum Schutz und für Hilfeleistungen zugunsten der deutschen Bevölkerung hat. Beschaffung, Betrieb und Ausbildung des fliegenden Personals (hier Transporthubschrauber) ist teuer und wird vollständig von den deutschen Steuerzahlern bezahlt. Somit ist es aus Sicht von uns Steuerzahlern nur recht und billig zu fordern, dass es von der Bundeswehr auch eine Gegenleistung für unsere sehr erheblichen Steuerzahlungen zugunsten der Bundeswehr gibt. Hier sehe ich es als berechtigt an, wenn wir Steuerzahler fordern, dass es keine Suboptimierung der Bundeswehrplanungen zu Lasten der Bürger gibt. Eine Forderung, der wir auch über die politischen Vertreter mit Nachdruck vorbringen sollten. Hubschrauberbesatzungen müssen zum Erhalt ihrer Fluglizenzen und aus Trainingsgründen ohnehin ein best. Pensum an Flügen pro Jahr absolvieren. Ich sehe es als eine berechtigte Forderung an die Politik an, dass diese Trainingsflüge potenziell auch im Rahmen von SAR-Einsätzen zugunsten des Steuerzahlers ausgeführt werden. Eine Verlegung der SAR-Einheiten von Landsberg nach Baden-Württemberg ist daher grundsätzlich abzulehnen. Es ist damit keinerlei Nutzen für den Bürger und Steuerzahler verbunden, der diese gesamte Bundeswehr finanziert; die Flugzeiten sind im Einsatzfall bei Bergrettungseinsätzen zu lang; auch würden durch die langen An- und Abflugwege die Betriebskosten bei SAR-Einsätzen unnötig verteuert (was natürlich ebenfalls zu Lasten von uns Steuerzahlern geht). Keine bundeswehrinternen Suboptimierungen zu Lasten von uns Steuerzahlern! 

Volker Leiste Grainau/Erlangen

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