Fleisch bester Qualität

Schweine-Mast-Skandale

Solange der Verbraucher das Kotelett für 40 Cent und Schweine-Lendchen für 50 Cent, sprich Schnitzelfleisch kauft, solange wird sich da nix ändern. Trotzdem ist es nicht schön, dass zwecks ein paar Zwischenfälle ein ganzer Berufsstand in Misskredit gezogen wird. Einen bekannten Betrieb (Vorzeige-Betrieb) ins Netz stellen oder im TV bringen. Es steht mir nicht zu, Namen zu nennen, aber eins steht fest, die Schweinezucht und -mast ist ein Rund-um-die-Uhr-Job für die ganze Familie am Hof. Wo ein Urlaub, überhaupt nicht möglich ist. Ich habe selbst in den 80er, einen Stall mit 200 Schweinen gehabt. Noch mal zum Thema: Wenn man nicht jede Box (mit sechs Tieren) mit Argusaugen beobachtet und vielleicht zweimal Füttern nicht jede Box überprüft, dann kann es auf zwei Tage passieren, dass ein Tier sich mit der Klaue verletzt und es vielleicht zu bluten beginnt, dann ist es um diese Tiere geschehen, denn in jedem Schwein steckt ein kleiner Kannibale. So ein Tier sich so verletzt, dass es wo blutet, dann werden seine Stallgenossen sofort zum Kannibalen. Das heißt, sie alle in der Box beißen ständig auf die blutende Wunde, bei der nächsten Fütterung, kann so ein verletztes Tier schon tot in der Box liegen. In der Regel braucht ein Ferkel bis zur Schlachtreife ½ Jahr, und der Bauer erzielt einen Reingewinn zurzeit von 10 bis 15 Euro pro Tier. Da liegt der gesamte Betrieb bei unter 5 Euro Stundenlohn (von wegen 8,50 Euro Mindestlohn). Darum müssen auch so viele Schweinezüchter und Mäster aufhören, ohne dass sie es wollen natürlich. Ob groß oder klein, es ist um jeden schade, denn es hängt immer eine Existenz daran. Wer leidet anschließend weiter? Die Tiere der restlichen Bauern, denn die Wege zum nächsten Schlachthof werden immer weiter, dann werden wieder Tiere, die nach dem Transport nicht ausruhen können, geschlachtet, das heißt, der Verbraucher bekommt ein Fleisch mit einen Ph-Wert (normal 7.8) von unter 5 %. Aber der Landwirt kann nix dafür. Also Leute, kauft Euer Fleisch bei einem Metzger, der seine Lieferanten kennt, dann bekommt Ihr eine Top-Qualität! Und es kostet auch nur 100 Gramm 60 oder 70 Cent. Guten Appetit!

 Paul Bichler Gastwirt, Metzger, Koch Emmering

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