Lebendige Gemeinde

„,Katholiken sind keine Untertanen‘“; Bayern 25. Februar

Ganz herzlich möchten wir uns für den Beitrag bedanken. Wir haben uns diesen Vortrag „Haben Kirchenbürger-Rechte in der katholischen Kirche“ von Pfarrer Helmut Schüller (Wien) angehört und haben es nicht bereut, die 180 km bis nach Nürnberg gefahren zu sein. Trafen wir doch in Nürnberg auf eine lebendige Gemeinde, eine Gemeinde in Bewegung, eine Gemeinde, in welcher man das Wehen des Heiligen Geistes zu spüren glaubte. Wir durften eine Gemeinde erleben, in der selbstbewusste katholische Frauen und Männer den aufrechten Gang üben. Gläubige, die gemeinsam, in geschwisterlicher und kollegialer Eintracht mit Pfarrgemeinderat und Pfarrer, kreativ nach vorne schauen und nicht ängstlich nach oben, bis ein Bischof oder Papst wieder entschieden hat. In dieser Gemeinde pflegt man den loyalen Ungehorsam gegenüber herzlosen römischen Direktiven und den bedingungslosen Gehorsam gegenüber dem befreienden Evangelium Jesu Christi. Pfarrer Schüller forderte die vielen Zuhörerinnen und Zuhörer auf, den Aufbruch zu wagen und den katholischen Untertanengeist abzulegen, wofür er „Standing Ovations“ erhielt! Ein Zeichen dafür, wie sehr sich die Gläubigen (Kirche, Pfarrsaal und Kapelle waren brechend voll) mutige Priester wünschen, die nicht als Funktionäre und Kultdiener, gehorsam kuschen, sondern wagemutig, den Bedürfnissen der Menschen nahe, ihren eigenen Verstand gebrauchen, den der Mensch erhalten hat, um ihn zu benutzen und „nicht, um ihn an der Kirchentür abzugeben“ (Schüller).

Ursula und Egon Weiß Fraunberg

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