Dem Volk aufs Maul schauen

Dominik Göttler: Die Bairische Seligkeit; Bayern 16. August, Gratulation; Leserbriefe 17. August

Bei der Verkündigung des Evangeliums in bairischer Mundart redet Stadtpfarrer Schießler, wie ihm der Schnabel gewachsen ist und handelt nach der Maxime und Devise: Wir müssen den Leuten nach dem Mund reden. Irrtum, Hochwürden! Sie sollten es eher mit Franz Josef Strauß’ Spruch halten: Dem Volk aufs Maul schauen, aber nicht nach dem Munde reden! 

Dr. Helmut Sperber München 

Liearber Toni Stürzer in Grafing, i moarn, und des aus eigener Erfahrung, da kriagt ma eher an Hackstock zum bliarn, bevor ma dene Leit an Unterschied zwischa Standard- oder a Schriftdeitsch und Hochdeitsch klar macha kannt. Dabei miarssns ja ned amoi unbedingt wos vo da Benrather Linie zu hearn kriagn – obwohls nix schodn tat. Schod is dabei nur, dass die meistn Bayern gor net wissn, dass se hochdeitsch redn, wenns earna ihre Mundartn sprechn. Naa, se glamn a no dene Gscheidhaferl, de nur ihr Schriftdeitsch redn kenna, wenn de sogn, de de Mundart sprechn, warn ungebildet und erna ihre Sprach heruntergekommen. Aber, vielleicht kannt uns des Bayerische Fernsehn amoi mit earnare Einblendungen vo „do bin i dahoarm“ a bissi dazu heufn und a amoi sogn lossn „I bin die/der .... und do, wo ma a Hochdeitsch red, do bin i dahoam“. Aber naa, wiar ma woars, kenna dee dort genau wiar a bei de andern Medien den Unterschied zwischa Hochdeitsch und Schriftdeitsch ja a net. Oiso, pfiat di und nix für unguat!

 Klaus Taube Tutzing

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