Rückschritt um Jahrzehnte

Dirk Walter: „Die Rückkehr der alten S-Bahnen“, Gespräch mit Fritz Czeschka; Bayern 23. März

Das Interview mit Herrn Czeschka von der Bayerischen Eisenbahngesellschaft habe ich mit Verwunderung zur Kenntnis genommen. Es entsteht der Eindruck, dass Czeschka den wahren Missstand bei der S-Bahn München noch immer nicht erkannt hat. Den geläuterten Fahrgästen die Rückkehr der alten Triebfahrzeuge aus dem Jahr 1972 als im Sinne der Fahrgäste zu vermitteln, erscheint mir als ein Rückschritt um Jahrzehnte. Neue Züge zu beschaffen, ist Czeschka zu teuer. Er ist die Antwort schuldig geblieben, wo das Geld durch jährliche Fahrpreiserhöhungen und zusätzliche Einnahmen durch jährlich steigende Fahrgastzahlen Verwendung findet. Die Rechenbeispiele, die Czeschka zum Einsatz der neuen alten Züge anstellt, kommen etwas spät. Da sich Czeschka fragt, wie oft Verspätungen vorkommen, erweckt bei mir den Eindruck, dass er vom täglichen Betriebsablauf der S-Bahn München nicht über die erforderlich Kenntnis verfügt, die für einen Geschäftsführer der BEG erforderlich ist.

Norbert Wassermann Lohhof

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